Bundesministerium für Bildung und Forschung aus Berlin auf der MEDICA 2019 in Düsseldorf -- COMPAMED Messe
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Bundesministerium für Bildung und Forschung

Dienstsitz Berlin, 11055 Berlin
Deutschland
Telefon +49 30 1857-0

Hallenplan

MEDICA 2019 Hallenplan (Halle 13): Stand F46

Geländeplan

MEDICA 2019 Geländeplan: Halle 13

Ansprechpartner

Dr. Marco Leuer

DLR Projektträger

Telefon
+49 228 38 211 387

E-Mail
marco.leuer@dlr.de

Sophie Haderer

Medizininformatik-Initiative-Koordinationsstelle

Telefon
+49 30 220 024 732

E-Mail
sophie.haderer@tmf-ev.de

Besuchen Sie uns!

Halle 13 / F46

19.11.2019

Thema

ganztägig

"Meet the Experts"

Begleitend zur Session „The Learning Health System: The Medical Informatics Initiative Germany and the Future of Data-driven Medical Research“ des Health-IT-Forums (13:00 – 14:30 Uhr, Halle 13) ganztägig „Meet the Experts“ am Stand der Medizininformatik-Initiative mit Ansprechpartnern aus den Konsortien der MII.

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Unser Angebot

Produktkategorien

  • 06  Informationstechnik und Kommunikationstechnik
  • 06.04  eHealth, Telemedizin / Telematik / Telemetrie
  • 06  Informationstechnik und Kommunikationstechnik
  • 06.06  Medizinische Informationssysteme / Software
  • 06.06.06  Sonstige medizinische Informationssysteme / Software

Unsere Produkte

Produktkategorie: eHealth, Telemedizin / Telematik / Telemetrie, Sonstige medizinische Informationssysteme / Software

1. Forschungsmöglichkeiten und Patientenversorgung verbessern

Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Medizininformatik-Initiative soll Forschungsmöglichkeiten und Patientenversorgung durch IT-Lösungen verbessern. Die entwickelten Lösungen werden den Austausch und die Nutzung von Daten aus Krankenversorgung, klinischer und biomedizinischer Forschung über die Grenzen von Institutionen und Standorten hinweg ermöglichen.

Die Medizininformatik-Initiative soll so dazu beitragen, dass jede Ärztin und jeder Arzt, Patientinnen und Patienten sowie Forschende in Zukunft Zugang zu den für sie wichtigen Informationen haben. Dies führt zu passgenaueren Diagnose- und Behandlungsentscheidungen, schafft neue Erkenntnisse für die wirksame und nachhaltige Bekämpfung von Krankheiten und trägt dazu bei, die Versorgung noch besser zu machen. Umfassender Datenschutz und Datensicherheit sind ein zentraler Erfolgsfaktor der Medizininformatik-Initiative.

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Produktkategorie: eHealth, Telemedizin / Telematik / Telemetrie, Sonstige medizinische Informationssysteme / Software

2. IT-Lösungen für klinische Anwendungsfälle

Die vier Konsortien der Medizininformatik-Initiative (DIFUTURE, MIRACUM, HiGHmed, SMITH) entwickeln IT-Lösungen, die die Möglichkeiten moderner digitaler Dienstleistungen und Infrastrukturen im Gesundheitsbereich zeigen sollen. Die klinischen Anwendungsfälle beziehen sich auf folgende Fragestellungen:

Multiple Sklerose: Datenanalysen sollen Marker entdecken und Algorithmen hervorbringen, die Krankheitsverläufe vorhersagen und früh einsetzende, zielgerichtete und personalisierte Therapien voranbringen (DIFUTURE).

Parkinson-Krankheit: Analysemethoden sollen die Therapie, (Früh-)Diagnose und Vorbeugung der Erkrankung sowie die Nachsorge der Patientinnen und Patienten deutlich verbessern (DIFUTURE).

Onkologie: Die Analyse genetischer und radiologischer Daten soll in die klinische Praxis integriert werden. Ein virtuelles Onkologiezentrum soll Behandlungsverläufe veranschaulichen, Kliniken und Forschungseinrichtungen als Austauschplattform dienen und individuelle, patientenorientierte Therapien fördern (HiGHmed).

Kardiologie: Tragbare, implantierte oder vernetzte Geräten werden die medizinische Praxis und Forschung verbessern. Sie liefern Datensätze, die dabei helfen sollen, Risikopatienten früher zu erkennen sowie Krankenhausaufenthalte und Sterbewahrscheinlichkeit zu verringern (HiGHmed).

Infektionskontrolle: Ein automatisiertes Frühwarnsystem soll multiresistente Keime und deren Übertragung innerhalb der Krankenhäuser und zwischen den Kliniken identifizieren. Es soll auch helfen, die Gründe für Übertragungen und Ausbrüche aufzudecken (HiGHmed).

Intensiv-Versorgung: Patientendaten-Management-Systeme auf Intensivstationen sollen Patientendaten kontinuierlich auswerten und den Zustand kritisch kranker Patienten überwachen. Sie sollen ein schnelleres therapeutisches Eingreifen ermöglichen (SMITH).

Leitliniengerechter Einsatz von Antibiotika: Ziel dieses Anwendungsfalls ist die IT-unterstützte frühzeitige und zielgerichtete Bekämpfung bakterieller Infektionen auf Normal- und Intensivstationen (SMITH).

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3. Infrastrukturelle und methodische Anwendungsfälle

Patientenrekrutierung für klinische Studien: Klinische Studien scheitern häufig an zu geringen Teilnehmerzahlen. Rekrutierungsplattformen, die in die Krankenhausinformationssysteme (KIS) von Universitätsklinika integriert werden können, sollen künftig klinische Routinedaten für die Suche nach geeigneten Studienteilnehmerinnen und -teilnehmern nutzen (MIRACUM).

Prädiktionsmodelle für die klinische Entscheidungsfindung: Auf der Basis klinischer Parameter und molekularer sowie genomischer Daten sollen Prädiktionsmodelle für Subgruppen entwickelt werden. Eingebettet in KIS-Umgebungen von Universitätsklinika sollen diese Modelle Ärztinnen und Ärzte im Klinikalltag bei diagnostischen und therapeutischen Entscheidungen unterstützen. Der klinische Fokus liegt zunächst auf Lungenerkrankungen und Hirntumoren (MIRACUM).

Datenvisualisierungen zur Unterstützung von Therapieentscheidungen: Bei der Versorgung von Tumorpatienten ist die Präzisionsmedizin bereits weit fortgeschritten. In Molekularen Tumorboards (MTB) laufen vielfältige Informationen – von Bildern bis zu molekularen/genetischen Daten – zur interdisziplinären Entscheidungsfindung zusammen. Innovative IT-Lösungen und Datenvisualisierungen sollen die Therapieentscheidungen in den MTB unterstützen (MIRACUM).

Phänotypisierungsplattform für die Verbesserung von Versorgungsabläufen: Die Plattform soll für ausgewählte Indikations- und Themenbereiche unter Verwendung innovativer datenanalytischer Methoden medizinische Daten aus den elektronischen Gesundheitsdaten erschließen und diese so für die Erforschung und Verbesserung von Versorgungsabläufen nutzbar machen (SMITH).
 

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Produktkategorie: eHealth, Telemedizin / Telematik / Telemetrie, Sonstige medizinische Informationssysteme / Software

4. Datenschutz und Datensicherheit

Umfassender Datenschutz und Datensicherheit sind ein zentraler Erfolgsfaktor der Medizininformatik-Initiative. Denn die freiwillige und informierte Einwilligung der Patientinnen und Patienten ist die Voraussetzung dafür, dass die Gesundheitsforschung und -versorgung ihre Daten nutzen dürfen. Die Initiative bindet Datenschutzbeauftragte, Ethikkommissionen sowie Vertreterinnen und Vertreter von Patientenorganisationen in ihre Planungen ein. Ausgewiesene IT-Expertinnen und Experten stellen sicher, dass die Einwilligungen sicher elektronisch dokumentiert und sorgfältig verwaltet werden. Die Patientinnen und Patienten können ihre Einwilligung jederzeit zurückziehen oder ändern.

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Medizininformatik-Initiative – die Eckdaten


Daten vernetzen, Gesundheitsversorgung verbessern – dafür steht die Medizininformatik-Initiative der Bundesregierung. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die MII zunächst bis 2021 mit rund 160 Millionen Euro. Ziel der Initiative ist die Verbesserung von Forschungsmöglichkeiten und Patientenversorgung durch innovative IT-Lösungen. Diese sollen den Austausch und die Nutzung von Daten aus Krankenversorgung, klinischer und biomedizinischer Forschung über die Grenzen von Institutionen und Standorten hinweg ermöglichen.

In den vier Konsortien DIFUTURE, HiGHmed, MIRACUM und SMITH arbeiten nahezu alle Einrichtungen der Universitätsmedizin in Deutschland an über 30 Standorten gemeinsam mit Forschungsinstituten, Unternehmen, Krankenkassen und Patientenvertretern daran, die Rahmenbedingungen zu entwickeln, damit Erkenntnisse aus der Forschung direkt den Patienten erreichen können. Datenschutz und Datensicherheit haben dabei hohe Priorität.

Wichtige übergreifende erste Ergebnisse der MII sind u.a. ein deutschlandweiter Mustertext zur Patienteneinwilligung, ein standortübergreifender Kerndatensatz und die Verwendung von HL7 FHIR als Datenaustausch-Standard sowie die Verständigung auf den Aufbau und Betrieb einer Zentralen Antrags- und Registerstelle als One-Stop-Agency für Forschende.

Für die nationale Abstimmung der Entwicklungen innerhalb der MII ist eine Koordinationsstelle zuständig, die die Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V. (TMF) gemeinsam mit dem Medizinischen Fakultätentag (MFT) und dem Verband der Universitätsklinika Deutschlands e.V. (VUD) in Berlin betreibt.

Weitere Informationen: www.medizininformatik-initiative.de

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