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Kunststoffe für medizinische Anwendungen werden immer funktionsfähiger. Wir zeigen praktische Beispiele, wie Ideen zu neuen Verbundstoffen entstehen und wie sie medizinischen medizinische Versorgung verbessern.
Seit 45 Jahren begleitet Jürgen Mader bei Spang und Brands die Entwicklung und Produktion jedes neuen Kunststoffprodukts für die Medizintechnik. Uns erklärt er einige einzigartige Funktionen und wie diese den Alltag in der medizinischen Versorgung verbessern:
Interview Jürgen Mader
Es ist nicht einfach, Materialien in der Medizin zu finden. Wir brauchen Sondermaterialien. Wir arbeiteten mit mehreren Compoundern zusammen, haben bestimmte Visionen für Materialien, die zur Sterilisation geeignet sind und nicht nur einfach am Kunststoff, sondern dass der Kunststoff auch Feature bringt.
Wir sehen zum Beispiel bei dem Material PEEK – in der Medizin eingesetzt als Metallersatz und ist sehr steif. Wir haben momentan eine Anforderung, ein PEEK als Dauerimplantat zu verwenden. Es muss aber elastisch sein. Und somit haben wir mit einem Herstellprozess, den wir geändert haben, es fertiggebracht. Einen Draht, der bei einer Herz-OP verwendet wird, mit PEEK zu ummanteln in einem elastomeren Zustand.
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Für Patientinnen und Patienten bedeutet das weniger Schmerzen, weil das elastische PEEK den Metalldraht schaumstoffartig polstert.
Dieser Ballon zeigt medizinischem Fachpersonal an, ob eine Trachea-Dichtung tatsächlich dicht ist, damit keine Fremdkörper in die Lunge gelangen. Vorher war das nicht sichtbar. Das vereinfacht die Kontrolle und erhöht die Sicherheit der Beatmung.
Wo lag hier die Herausforderung?
Interview Jürgen Mader
Es gibt keinen Kunststoff von der Schlange, wo man sagt, egal wie groß der Ballon ist, dass der immer die gleiche Rückstell-Eigenschaft hat. Momentan ist es so, ob Sie den Ballon 150 mm aufblasen oder nur minimal aufblasen, der Rückstell-Druck ist immer der gleiche.
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Dieser Dilatator hilft dabei, eine Tracheostomie-Kanüle beim Luftröhrenschnitt einzuführen. Um dieses Produkt aus einem Guss zu formen, konnte das Team ein sehr komplexes Herstellungsverfahren stark vereinfachen.
Interview Jürgen Mader
Wir haben gesagt, wir werden dieses Teil in Einem produzieren, im Spritzgussprozess, und werden da bestimmte Features mit integrieren.
Hierbei geht es um ein Polyurethan, auch ein nicht einfaches Material. Die Besonderheit ist, wir haben hier einen Compound geschaffen, wo wir uns eine Art Hydrophilisierung sparen können.
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Der Dilatator muss nicht mehr mit Silikongel eingerieben werden. Die Oberfläche wird beim Einführen in den Rachen von selbst gelartig. Das spart lebenswichtige Zeit, weil die Fachkraft nicht mehr die Handschuhe zum Auftragen des Gels wechseln muss.
Kunden, die bei Spang und Brands ihre Produkte entwickeln oder verbessern lassen, setzen auf die Erfahrung des Familienunternehmens. Ricarda Echterdiek ist im Juli 2025 in die Geschäftsführung eingetreten – in vierter Generation.
Interview Ricarda Echterdiek
Ein Thema, was unsere Kunden sehr schätzen, ist das Thema Herzblut. Wir haben viele Mitarbeiter, die seit vielen Jahren bei uns im Unternehmen sind, dadurch natürlich auch eine hohe Expertise aufgebaut haben. Unsere Kunden haben Produkte auf dem Markt für viele, viele Jahre. Da geht es auch viel um Regulatorik, Anmeldung. Das heißt, sie brauchen Partner, Lieferanten, die entsprechend beständig und auch langfristig im Markt unterwegs sind.
Digitalisierung, Automatisierung ist ein ganz großer Schwerpunkt. Auch KI-Möglichkeiten, sei es in der Qualitätskontrolle – oder auch, die Prozesse in den Werkzeugen zu kontrollieren durch Sensorik – sind Faktoren, die in der Zukunft wichtiger werden.
Das, was uns antreibt – am Ende den Patienten im Blick zu haben und zu fragen: Wie können wir Lösungen schaffen, um den Patienten besser zu versorgen.