"Mikrotechnologien sind der Schlüssel für die Digitalisierung von Medizintechnik", erklärt Dr. Thomas Dietrich, Geschäftsführer des IVAM Fachverband für Mikrotechnik. "Ohne miniaturisierte Bauteile und Verfahren, die eine ultra-präzise Fertigung ermöglichen, sind tragbare und vernetzte Geräte, die Vitalparameter oder Medikation überwachen und Daten übermitteln und auswerten, nicht möglich", ergänzt Dietrich.
Aus diesem Grund wächst die Nachfrage nach der Miniaturisierung von medizinischen Komponenten weiterhin rasant. Der vom IVAM Fachverband für Mikrotechnik initiierte Marktplatz "Hightech for Medical Devices" ist mit 55 Ausstellern der größte Gemeinschaftsstand der COMPAMED. Auch in diesem Jahr ist der IVAM-Bereich in der Halle 8a durch große Internationalität gekennzeichnet. Die Aussteller kommen aus Deutschland, der Schweiz, Frankreich, den USA, den Niederlanden, Österreich, Großbritannien, Griechenland und Spanien.
Die Unternehmen und Forschungseinrichtungen zeigen vor Ort verschiedenste Innovationen und Lösungen für die Medizintechnik. Die Schwerpunkte des IVAM-Produktmarktes liegen in den Bereichen der Mikrofluidik, Sensorik, Mikroelektronik und der optischen Technologien und ihrer Anwendungen wie z.B. Laserverfahren.
Zu den Highlights der Ausstellungsfläche zählen zum Beispiel innovative Sensoren für Diagnostik und Monitoring-Anwendungen. So wird das Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS neueste Entwicklungen aus dem Bereich "Künstliche Intelligenz" für Mikroelektronik und Sensoren vorstellen. Dazu zählen Drucksensorsysteme für medizinische Anwendungen, wie theranostische Implantate, Hirndrucksensoren oder taktile Hand-Drucksensoren. Das Unternehmen SMI - Silicon Microstructures zeigt MEMS-basierte Drucksensorlösungen für anspruchsvolle medizinische Anwendungen, welche die Druckmessung an jedem Ort der menschlichen Anatomie möglich machen und einfach in invasive medizinische Geräte integriert werden können.
Die CorTec GmbH ermöglicht die Kommunikation mit dem Nervensystem zur Heilung von Krankheiten. Die Brain-Interchange-Technologie ist ein implantierbares System zur Messung und Stimulation von Gehirnaktivität im Langzeit-Einsatz. Das Closed-Loop System steuert sich dabei selbst: Nach erfolgter Stimulation analysiert das System echtzeitnah das Feedback des Gehirns.
Ein weiteres Highlight sind mikrofluidische Bauteile und Systeme, die massive Fortschritte im Bereich mobiler Diagnose- und Therapiegerätemöglich machen. Die Komponenten erlauben es, kleinste Mengen an Flüssigkeiten zu verarbeiten und präzise auszuwerten. Das Unternehmen microLIQUID stellt Anwendungen vor, die z.B. Point-of-Care-Anwendungen direkt im Krankenhaus, Immunoassay-Tests in Tierkliniken, Einzelzell-Analysesysteme in der Krebsforschung oder Geräten für die persönliche Medikamentenabgabe in der Apotheken vor Ort ermöglichen.
Weitere innovative Komponenten, die verbesserte minimalinvasive Medizintechnik möglich machen, stammen aus dem Bereich der mikrooptischen Komponenten, Systeme und Baugruppen. Hier präsentieren Traditionsunternehmen aus Deutschland und der Schweiz, wie z.B. Jenoptik, Berliner Glas, FISBA, Viaoptic, Mikrop und Weitere Optik-Produkte im Mikrometermaßstab für vielfältige medizinische Bildgebung, Endoskopie und Chirurgie.
Zusätzlich gibt das COMPAMED HIGH-TECH Forum in Halle 8a Einblicke in Forschung und Entwicklung, erläutert Technologie-Trends der Branche und liefert Informationen zu den relevanten Auslandsmärkten für Medizintechnik.
Weitere Informationen und eine Ausstellerübersicht inkl. Kontaktdaten der Einzelaussteller finden Sie unter https://ivam.de/events/compamed2019. Bitte wenden Sie sich bei Detailfragen zu den Produkten/Fotos direkt an die Aussteller.
COMPAMED.de; Quelle: IVAM - Fachverband für Mikrotechnik