Seit 10 Jahren hochmoderne Strahlentherapie am UKHD – Zukünftig soll die Bestrahlung auch mit Heliumionen erfolgen

13.11.2019

Heidelberg University Hospital / Universitätsklinikum Heidelberg

Seit 10 Jahren hochmoderne Strahlentherapie am UKHD – Zukünftig soll die Bestrahlung auch mit Heliumionen erfolgen

Mit der Eröffnung des Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrums HIT am Universitätsklinikum Heidelberg im Jahr 2009 wurde der Grundstein für eines der weltweit modernsten Therapiezentren für Strahlentherapie gelegt. Es ermöglicht die Behandlung besonders bösartiger Tumore sowohl mit Schwerionen als auch mit Protonen bei gleichzeitiger Schonung des umliegenden Gewebes. Dank modernster Technologie und außerordentlicher Expertise konnten bis heute mehr als 5.000 Patientinnen und Patienten am HIT therapiert werden.

Einzigartig ist dabei die Schwerionengantry, eine um 360-Grad drehbare Strahlführung, mit integrierter Rasterscantechnik. Dieses Bestrahlungsverfahren ermöglicht die dreidimensionale Abtastung des Tumors durch einen fokussierten Ionenstrahl, wodurch sich eine sehr hohe räumliche Genauigkeit erzielen lässt. Dies ist besonders bei solchen Tumoren von Vorteil, die sich nahe an empfindlichen Geweben befinden, wie etwa an der Schädelbasis, dem Sehnerv oder dem Darm sowie Tumoren von Kindern und Jugendlichen.

Eine weitere Besonderheit am Heidelberger Standort ist die ausgeprägte interdisziplinäre Zusammenarbeit. Durch die räumliche als auch organisationale Integration des HIT in die Radioonkologie und Strahlentherapie am Universitätsklinikum Heidelberg, sowie die Verbindung zum Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT), ist das UKHD optimal darauf vorbereitet, jedem Patienten die bestmögliche Therapie für dessen Erkrankung zukommen zu lassen.

Darüber hinaus treiben diese Forschung und Entwicklung voran, um Behandlungsmethoden weiter verbessern zu können. Ein weiterer Schritt soll zukünftig die Bestrahlung mit Heliumionen sein. Diese sind schwerer als Protonen und werden dadurch im Gewebe in geringerem Maß seitlich abgelenkt, was dazu führt, dass umliegendes Gewebe besser geschont wird. Neben Patientinnen und Patienten mit Tumoren an sehr kritischen Stellen könnten auch beson­dere Patientengruppen wie Schwangere von der treffsicheren Heliummethode profitieren.

In Heidelberg stehen sämtliche hochmoderne Behandlungsmethoden und vielfältige innovative Behandlungskonzepte für alle Krebserkrankungen zur Verfügung.  Durch die Zertifizierung des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) also „Onkologisches Zentrum“ durch die Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG) in diesem Jahr wurde das Universitätsklinikum Heidelberg zusätzlich in seiner Qualität und Expertise bestätigt.

Besuchen Sie das UKHD in Halle 15/L16!

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