Hauptinhalt dieser Seite

Sprungmarken zu den verschiedenen Informationsbereichen der Seite:

Links zur Messe Düsseldorf

Sie befinden sich hier: Startseite.News.Archiv.

Archiv

Studie: Patienten mit Herzschwäche besser überwachen

Wissenschaftler der Medizinischen Klinik und Poliklinik I der Universität Würzburg haben einen neuen Herzschrittmacher entwickelt. Das Gerät ist mit einem speziellen Sensor ausgestattet, der die Ansammlung von Wasser in der Lunge messen kann.22.07.2008

Foto: Herzschrittmacher
Der klassische Herzschrittmacher
bekommt Konkurrenz.©Pixelio

Mit ihm lässt sich möglicherweise per Ferndiagnose vorhersagen, ob sich der Zustand von Patienten mit einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) verschlechtert, so die Hoffnung der Entwickler.

Ob diese Erwartung zutrifft, wird nun in der europaweiten klinischen Studie HomeCARE II getestet, koordiniert vom Würzburger Universitätsklinikum. Der erste Patient wurde jetzt in die Studie aufgenommen; am Ende sollen Daten von insgesamt 300 Herzkranken über mehrere Jahre erhoben werden.

Obwohl die medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten weiter verbessert wurden, haben Patienten mit Herzschwäche nach wie vor verminderte Überlebenschancen und müssen mit einer eingeschränkten Lebensqualität zu Recht kommen. Eine Vielzahl dieser Patienten ist zusätzlich auf die Unterstützung eines Herzschrittmachers oder eines implantierten Defibrillators angewiesen, der sie vor lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen schützt.

Hier setzt die Studie an. Der neue Defibrillator mit dem Lungenwassersensor registriert stündlich die Wassermenge in der Lunge und überträgt die Daten automatisch über eine gesicherte Internetverbindung, so dass dem Arzt die Überwachung des Patientenstatus ermöglicht wird. "Mit der Studie wollen wir einen zuverlässigen Algorithmus herausarbeiten, der die Verschlechterung der Herzinsuffizienz frühzeitig erkennt", sagt Dr. Maier. Somit könnten die Ärzte schnell Gegenmaßnahmen einleiten: Wird ein Ansteigen des Lungenwassers festgestellt, nehmen sie Kontakt zum Patienten und seinem Hausarzt auf. Der wiederum könnte dann die Therapie modifizieren - um das Problem rechtzeitig in den Griff zu bekommen, bevor es für den Kranken schlimmere Folgen nach sich zieht und er ins Krankenhaus aufgenommen werden muss.

Die Studie soll voraussichtlich 2011 beendet sein. Dann werten die Würzburger Mediziner die gesammelten Daten aus. "Wir untersuchen, wie sich die Daten, der klinische Zustand der Patienten und die Häufigkeit, mit der diese im Studienzeitraum in Kliniken eingewiesen werden mussten, zueinander verhalten", so Dr. Maier. So kann hoffentlich eine Verschlechterung der Herzinsuffizienz zuverlässiger vorausgesagt und die Überlebenschance und Lebensqualität der Patienten verbessert werden.

COMPAMED.de; Quelle: Universität Würzburg

 
 

Mehr Informationen

Suche

Login

für Aussteller
für Besucher und Presse