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Demographischer Wandel: Arbeitskräftemangel droht nicht

Im alternden Deutschland droht kein Arbeitskräftemangel. Eine aktuelle Studie geht von höherer Erwerbstätigkeit von Frauen und kürzeren Studienzeiten aus. Fehlende Qualifikation würde zukünftig eher ein Problem darstellen.16.07.2008

Der durch den demografischen Wandel für die nächsten Jahrzehnte befürchtete Arbeitskräftemangel wird nicht eintreten: Das ist das Ergebnis einer Studie des Kölner Universitätsprofessors Eckart Bomsdorf.

Bomsdorf weist zwar darauf hin, dass mit dem Rückgang der Bevölkerung auch ein Rückgang des Arbeitskräftepotenzials erfolgt. Es zeigt sich jedoch, dass durch die Zunahme der Erwerbstätigkeit von Frauen und die schrittweise Einführung der Rente mit 67 der Rückgang des Arbeitskräfteangebots zum großen Teil aufgefangen werden kann.

Die Studie zeigt nicht nur die mögliche zukünftige Entwicklung auf. Sie beschäftigt sich auch damit, was passiert, wenn die Erhöhung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre nicht umgesetzt wird oder wenn die Bevölkerungsentwicklung anders verläuft als üblicherweise angenommen wird.

Bis 2050 wird der Anteil der Erwerbspersonen an der Bevölkerung nur von heute rund 50 Prozent auf 47,5 Prozent zurückgehen. Ohne die Rente mit 67 und die höhere Erwerbsbeteiligung der Frauen würde sich ein Wert von unter 42 Prozent ergeben.

Diese positiv wirkenden Effekte können zusätzlich unterstützt werden durch die Verkürzung von Ausbildungs- und Studienzeiten, wie sie gegenwärtig durch den Übergang zum Bachelor angestrebt wird. Nicht das Angebot an Arbeitskräften wird daher zukünftig ein Problem sein, sondern eher die Qualifikation.

COMPAMED.de; Quelle: Universität zu Köln

 
 

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