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COMPAMED-News

Effektives Minilabor für die Wirkstoffsuche

So setzt auch die thinXXS AG (Zweibrücken) auf thermoplastische Elastomere. Dieses Material ist ein Schlüssel zu einem neuartigen Mikrofluidik-Chip, der die aufwendige Wirkstoffsuche pharmazeutischer Unternehmen beschleunigen hilft.28.11.2006

thinXXS fertigt unter anderem für die dänische Sophion Bioscience A/S die sogenannte QPlate, das Herzstück eines Mikrolabors (Lab-on-a-chip), mit dem die vollautomatische Messung der elektrischen Ströme durch Ionenkanäle von Zellmembranen (Patch Clamping) möglich ist. Ionenkanäle sind für die Wirkstoffsuche wichtige Indikatoren, da ihr kontrolliertes Öffnen und Schließen therapeutische Bedeutung haben kann. „Bislang wurden solche Messungen manuell ausgeführt und waren entsprechend zeit- und arbeitsintensiv. So konnten maximal zwei bis drei Zellen pro Tag untersucht werden, jetzt sind es 48 gleichzeitig auf nur einem Träger“, so Christian Kirsch, Marketingleiter bei thinXXS. Der Chip vereint erstmals die Vorteile verschiedener Herstellungsverfahren: den Mikrospritzguss, die Mikrostrukturierung von Silizium sowie die Leiterplattentechnologie.

Derartige Technologien sind die Grundlage der meisten Firmen, die auf dem Gemeinschaftsstand vom IVAM ausgestellt haben. Neben Anwendungen von mikrotechnischen Komponenten und Systemen wie Sensoren, Aktoren, Pumpen und dem Labor auf dem Chip standen in diesem Jahr Hightech-Materialien im Fokus der Präsentationen auf dem Produktmarkt ebenso wie auf dem begleitenden Forum. „Unser Motto Hightech for Medical Devices war absolut zutreffend. Die moderne Medizin baut immer stärker auf Mikro- und Nanosysteme sowie funktionelle Materialien auf“, erläutert Dr. Uwe Kleinkes, Mitglied der Geschäftsführung von IVAM. Insgesamt waren 25 Unternehmen und Institute vertreten, damit hat sich die Ausstellerzahl hier gegenüber dem Vorjahr etwa verdreifacht. Auch das ist ein Beleg dafür, welche Resonanz die COMPAMED gerade bei den innovativen und forschungsintensiven Firmen und Institutionen besitzt. Insgesamt 320 Aussteller füllten die Halle 8, mehr als je zuvor. Rund 9.500 Fachbesucher besuchten die Stände – auch das eine neue Rekordmarke.

Wenn Strukturen und Systeme immer kleiner werden, steigen auch die Anforderungen an die Reinigung und Hygiene von medizinisch relevanten Oberflächen. Deshalb hat die Diener electronic GmbH + Co. KG (Nagold) die Anwendung von Plasmageräten auch auf die Sterilisation und Desinfektion von medizinischen Teilen und Geräten ausgeweitet. „Das Reinigen funktioniert auf allen Materialien – auf Gläsern, Metallen, Kunststoffen und Keramiken – bis auf die atomare Ebene hinab“, betont Dr. Steffen Haag, für die Prozessentwicklung bei Diener verantwortlich. Zudem lassen sich Oberflächen auf diese Weise chemisch verändern, wie es vor dem Beschriften, Verkleben oder Bedrucken notwendig ist. Diener bietet die benötigten Plasmageräte in unterschiedlichen Ausführungen und mit unterschiedlichen Reinigungsniveaus an.

Gemäß einer Studie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) „entwickelt sich die Medizintechnik entlang der drei Fortschrittsdimensionen Computerisierung, Miniaturisierung und Molekularisierung“. Die COMPAMED 2006 hat diese These eindrucksvoll bestätigt.

Termin der nächsten COMPAMED: 14. bis 16. November 2007 (MEDICA: 14. bis 17. November 2007). Informationen im Internet unter: http://www.compamed.de


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