Zusammenarbeit in 2013 verbessern

Er bezeichnet die pauschalen Angriffe der Krankenkassenverbände gegen Ärzte, Krankenhäuser und Medizinproduktehersteller als "kontraproduktiv, sie gefährden eine funktionierende Selbstverwaltung und verunsichern die Patienten". Die Krankenkassen müssten aufpassen, dass sie nicht "von Versicherungen zu Verunsicherungen" werden. Schmitt forderte stattdessen eine "Allianz für medizintechnischen Fortschritt: sicher, leistungsfähig und erprobt".

Bei der Reform des Medizinprodukterechts fordert der BVMed ein Festhalten am bewährten Zulassungssystem und den bisherigen Risikoklassen, aber deutliche Verbesserungen bei der Benennung und Überwachung der Zulassungsstellen. "Hier benötigen wir ein europäisch einheitlich hohes Niveau", so Schmitt. Einzelne kritische Fälle dürften aber nicht dazu führen, dass das System insgesamt in Frage gestellt wird.

Beim Thema Nutzenbewertung fordert der BVMed eine eigene Systematik für Medizinprodukte, die nach Risikoklassen und Modifikationsgrad differenziert. Insgesamt bieten medizintechnische Innovationen große Chancen für eine Verbesserung der Patientenversorgung in Deutschland. "Diese Chancen müssen wir gemeinsam nutzen, statt durch pauschale Aussagen Patienten zu verängstigen", so Schmitt.

Für 2013 fordert der BVMed gegenüber der Politik und der Selbstverwaltung eine stärkere Qualitätsorientierung bei der Versorgung der Patienten mit Produkten und Verfahren der Medizintechnologie. Schmitt: "Wir brauchen einen Wettbewerb um die beste Qualität der medizinischen Versorgung, nicht um den billigsten Preis ohne Rücksicht auf Qualität und Qualifikation."

Schmitt zieht abschließend dieses Resümee: "Wir müssen insgesamt Deutschland als Leitmarkt und Kompetenzzentrum Gesundheit stärken. Hierzu brauchen wir ein innovationsfreundliches Umfeld und einen starken Heimatmarkt, um auch künftig unsere Stärken im Export medizintechnischer Produkte auszuspielen."

COMPAMED.de; Quelle: Bundesverband Medizintechnologie e.V.