Zukunftsbranche Photonik weiter auf Wachstumskurs

28.03.2017

Nach einem erfolgreichen Jahr 2016 rechnen die deutschen Photonikhersteller auch in 2017 mit einem deutlichen Umsatzplus. So lautet das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Industrieverbands SPECTARIS unter seinen Mitgliedsunternehmen.

Bild: Objekttisch und Objektive eines Mikroskops; Copyright: panthermedia.net/Sven Hoppe

Die Firmen in der deutschen Photonikindustrie rechnen auch für 2017 mit einer Steigerung des Umsatzes; ©panthermedia.net/ Sven Hoppe

Für den Gesamtumsatz wird ein Plus von 8 Prozent erwartet, das von einer Umsatzsteigerung im Inland um rund 9 Prozent und einem Anstieg des Auslandsumsatzes um mehr als 6 Prozent getragen wird. Nachfrageimpulse kommen insbesondere aus den Anwendungsfeldern Medizintechnik, Lasermaterialbearbeitung, Halbleiterfertigung, Sicherheits- und Verteidigungstechnik, Automotive und Displays.

"Die Zielmärkte der Photonik sind in der Regel selbst Zukunftsbranchen mit einem erheblichen Potenzial. Das erklärt das überproportionale Wachstum der Photonik-Branche", so Dr. Wenko Süptitz, Leiter des Fachverbands Photonik bei SPECTARIS.

Die aktuell positiven Konjunkturprognosen für die Weltwirtschaft wirken sich dabei begünstigend auf das Branchenklima aus. Auch die zunehmende Breite der Anwendungsfelder der Photonik trägt zur steigenden Nachfrage bei. Autonomes Fahren, unbemannte Luftfahrzeuge, Industrie 4.0, optische Netzwerktechnik, Halbleiterherstellungstechnik, Displays für Smartphones und Smart City werden durch die Photonik erst ermöglicht. Der Megatrend Digitalisierung wäre ohne die Hightech-Branche Photonik nicht denkbar.

Fast zwei Drittel der Inlandsproduktion entfallen auf die Segmente Optische Komponenten, Medizintechnik, Analysen- und Messtechnik sowie auf die Lasermaterialbearbeitung. Nicht nur, aber insbesondere in diesen Kernbereichen der Photonik sind die deutschen Hersteller international hoch wettbewerbsfähig. Sie überzeugen hier mit innovativen Produkten und einer sehr ausgeprägten Lösungskompetenz auch bei überdurchschnittlich komplexen Problemstellungen.

Mit Blick auf die regionale Verteilung der Absatzmärkte entfallen mehr als 60 Prozent der deutschen Exporte auf Länder der EU, weitere 23 Prozent auf Asien und 14 Prozent auf Nordamerika. Insbesondere die Ausfuhren nach Asien konnten dabei im vergangenen Jahr deutlich gesteigert werden (+7,9 Prozent).

Süptitz wertet die Exporte nach Asien als ein Trend, der auch in den kommenden Jahren anhalten wird: "Unsere Mitgliedsunternehmen sehen nach wie vor ein großes Potenzial im chinesischen Markt. Da die Photonik insbesondere in den Hightech-Bereichen zum Einsatz kommt, die in China überproportional stark wachsen, rechnen die Firmen trotz der prognostizierten rückläufigen Wachstumsraten für die chinesische Gesamtwirtschaft mit einer weiterhin starken Nachfrage aus dem Reich der Mitte."

Die rund 1.000 deutschen Unternehmen, die mit ihren mehr als 40.000 Beschäftigten einen Umsatz von fast 8 Milliarden Euro erwirtschaften, sind gut positioniert, um vom allgemeinen Marktwachstum zu profitieren, das auch in den kommenden Jahren verschiedenen Quellen zufolge auf jährlich bis zu 8 Prozent geschätzt wird.

COMPAMED.de; Quelle: SPECTARIS

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