Zündkerzen der Zukunft

Foto: Zerstörung nach Einschlag eines Nanoblitzes

Unser täglicher Umgang mit Elektrizität ist von Blitzen begleitet: Wenn das Auto angelassen, der Lichtschalter betätigt, der PC angemacht oder das Haushaltsgerät angeschaltet wird, dann entstehen "Nanoblitze". Die sind zwar gegenüber Gewitterblitzen nur mikroskopisch klein, aber führen dennoch zu gravierenden Schädigungen. Ein einzelner Nanoblitz kann Millionen von Atomen aus dem Werkstoff herausreißen, nanometergroße Krater entstehen.

Oft genug wiederholt, beendet diese Werkstoffschädigung irgendwann plötzlich die Funktion der meisten Schalter und Kontakte - ein ständig wachsendes Problem für die Zuverlässigkeit wegen der immer komplexer werdenden elektrischen Geräte.

Einen extremen Modellfall der Elektroerosion stellen auch die Zündkerzen im Auto dar. Derzeit sorgt teueres Platin dafür, dass die Elektrode der Zündkerze gegenüber Elektroerosion lange widerstandsfähig bleibt. Optimierte Werkstoffe könnten künftig das Platin teilweise ersetzen und dieselbe Lebensdauer der Zündkerze erheblich wirtschaftlicher gewährleisten.

Werkstoffwissenschaftler der Saar-Uni wollen nun im Verbund mit vier Konzernen, dem Forschungsinstitut für Edelmetalle und Metallchemie, Schwäbisch Gmünd und den Lehrstühlen für Verbundwerkstoffe der Technischen Universität Chemnitz und für Elektrische Geräte und Anlagen der Universität Ilmenau extrem zuverlässige und langlebige Elektroden- und Kontaktwerkstoffe für elektrische Bauteile entwickeln: Das grundlegende Phänomen der Elektroerosion steht im Mittelpunkt des neuen Forschungsprojektes.

COMPAMED.de; Quelle: Universität des Saarlandes