Wissen als Wettbewerbsvorteil

Dabei zeigten sich folgende Trends: Die Unternehmen sehen als entscheidende Marktvorteile, eine höherer Qualität als ihr Hauptkonkurrent und maßgeschneiderte Kundenlösungen anbieten zu können. Das erforderliche Know-how und der Umgang mit Wissen werden ebenfalls klar als Wettbewerbsvorteil eingeschätzt.

Entsprechend sorgen fast 75 Prozent der Befragten für die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter und versuchen möglichst vielen Mitarbeitern Informationen zugänglich zu machen. Dabei werden allerdings kaum externe Wissensquellen wie Kunden, Lieferanten oder Forschungspartner genutzt. Wenig verbreitet und künftig kaum geplant sind Maßnahmen, um das Mitarbeiterwissen zu dokumentieren und das Wissen ausscheidender Mitarbeiter zu bewahren. In diesen Bereichen liegen nach Einschätzung der Forscher Potentiale im Mittelstand brach.

Der Ausbaustand des Wissensmanagements im Mittelstand kann nach diesen Ergebnissen weder als hoch noch niedrig eingestuft werden. Unterschiede zwischen den Unternehmen rühren dabei weniger aus ihrer Branchenzugehörigkeit, sondern eher aus den verfolgten Wettbewerbsstrategien her.

Pauschalaussagen lassen sich zum Mittelstand nicht treffen, Strukturmerkmale können nur grob mit spezifischen Wissensmanagementaktivitäten in Verbindung gebracht werden. Wesentlich aussagekräftiger ist die strategische Orientierung von Unternehmen, Gemeinsamkeiten finden sich hier jenseits von Branchenzugehörigkeit und Unternehmensgröße

COMPAMED.de; Quelle: Technische Universität Chemnitz