Wirkung von Handy-Strahlung auf Körperzellen

Foto: Ein Handy

Rund 65 Millionen Deutsche telefonieren mit dem Handy. Doch nur wenig ist über die gesundheitlichen Auswirkungen von Elektrosmog bekannt. Deshalb hat das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) ein Forschungsprojekt über die Wirkung nicht-ionisierender elektromagnetischer Strahlung auf molekularer Ebene an das Institut für Physik der Universität Augsburg vergeben.

Bislang wurden Grenzwerte für elektromagnetische Strahlung abgeschätzt und empfohlen, indem man sich an rein thermische Belastungen hielt. Nun soll im Rahmen des Deutschen Mobilfunk-Forschungsprogramms (DMF) die direkte Wirkung der Handy-Strahlung auf den Mikroorganismus detailliert untersucht werden.

Von biologisch-medizinischer Seite ist seit langem bekannt, dass in den Zellen von Organismen elektrische Felder allgegenwärtig sind. Intern generierte elektrische Signale von Zellen zeigen den Status des Mikroorganismus, äußere elektrische Felder stimulieren die Protein-Biosynthese und Zellteilung. Zellen und subzelluläre Einheiten interagieren mit ihrer Umgebung, indem sie Ionen austauschen und indem sie das elektrochemische Potential ändern. Elektrische Felder und Potentialdifferenzen über die Plasma-Membranen spielen eine wesentliche Rolle, dass die Zelle funktioniert. Insgesamt sind Membran-Proteine hochempfindliche elektronisch-biologische Apparate, die auf Änderungen elektrischer Felder sofort reagieren.

Die Untersuchung, mit der die Forscher der Universität Augsburg beauftragt wurden, soll mögliche Störungen der Zell-Funktionalität entdecken, die auf externe elektromagnetische Strahlung zurückzuführen sind. Um die direkte Wirkung von Elektrosmog möglichst realitätsnah zu untersuchen, werden Mobilfunk-Frequenzen benutzt, die der täglichen Belastung des Menschen entsprechen.

COMPAMED.de; Quelle: Universität Augsburg