Widerstandsfähigkeit unter die Lupe genommen

Die Bedeutung der Crashsicherheit von Leichtbaukonstruktionen und Bauteilen nimmt in allen Bereichen unseres Lebens ständig zu. Im Falle einer Kollision - beispielsweise in Autos und Maschinen - müssen die verwendeten Werkstoffe in der Lage sein, der Belastung stand zu halten. Zudem müssen sie möglichst viel Energie aufnehmen können.

An der TU Chemnitz wird deshalb von der Professur Werkstoffe des Maschinenbaus eine neue Prüftechnik ständig weiterentwickelt, mit der die Widerstandsfähigkeit von zahlreichen Werkstoffen untersucht werden kann. Im "Labor für hochdynamische Werkstoffprüfung" werden beispielsweise Aramid-Gewebe, dem lebensrettenden Futter von Personenschutzwesten, getestet. Darüber hinaus können Sichtscheibenwerkstoffe, Aluminiumlegierungen, Stähle und Keramikwerkstoffe auf mögliche Kollisionsfälle hin untersucht werden.

"Das zu prüfende Material wird dabei im Druckbehälter unserer Gasbeschleunigungsanlage auf eine Geschwindigkeit von bis zu 1500 km/h beschleunigt, bevor es im Auffänger auf einen fest stehenden spitzen Eindringkörper trifft", berichtet Prof. Dr. Lothar W. Meyer, Inhaber der Professur Werkstoffe des Maschinenbaus. "Bereits während des extrem schnell ablaufenden Eindringvorganges können Informationen über die Schadensentwicklung und die dabei auftretenden Kräfte und die Energieaufnahme des zu prüfenden Werkstoffes gemessen werden", ergänzt der wissenschaftliche Mitarbeiter Matthias Hockauf.

COMPAMED.de; Quelle: Technische Universität Chemnitz