Wertvoller Fortschritt oder unterschätzte Gefahr?

Sie sind in Sonnencremes enthalten, machen Textilien Schmutz abweisend und Lacke kratzfest: Nanopartikel. Das Umweltbundesamt prüft und bewertet nun umweltrelevante Aspekte der Nanotechnik und informiert über deren Chancen und Risiken. Dabei zeigen Beispiele, wie Nanotechnik hilft, Rohstoffe und Energie einzusparen, Umweltschutztechniken zu verbessern und den Einsatz
gefährlicher Stoffe zu vermindern. Trotz ihres großen ökologischen Innovationspotenzials birgt die Nanotechnik auch ein nicht unerhebliches Maß an Umwelt- und Gesundheitsrisiken.

Derzeit ist noch recht wenig darüber bekannt, wie sich Nanopartikel auf den Menschen und die Umwelt auswirken. Zukünftig ist damit zu rechnen, dass immer größere Mengen Nanopartikel in die Umwelt eindringen. Ob und inwiefern die Nanotechnik schädlich für Menschen und Umwelt ist, muss wegen der breiten Anwendungsmöglichkeiten und den unterschiedlichen Nanomaterialien genauestens untersucht werden. Das wurde in dem Bericht Nanotechnik: Chancen und Risiken für Mensch und Umwelt zusammengefasst, der online als pdf herunter geladen werden kann.

Obwohl mit dem bloßen Auge niemals erkennbar, sorgen Nanopartikel dennoch für großes Aufsehen, und das vor allem in der Wirtschaft. Allein in Deutschland arbeiten im Jahr 2006 etwa 55.000 Menschen aus 550 Unternehmen im Bereich der Nanotechnik. Die Nanotechnik wird in den kommenden Jahrzehnten die Industrie in vielen Bereichen - unter anderem Automobilindustrie, Maschinenbau, Chemie, Bio- und Umwelttechnik - stark beeinflussen und hat das Potenzial zur grundlegenden Veränderung ganzer Technikfelder.

COMPAMED.de; Quelle: Umweltbundesamt