Foto: Frau am Computer
Mit der neuen Software ist der Blick
ins Körperinnere noch genauer;
© NCI Visuals Online

Medizinische Untersuchungsbilder mit riesigen Datensätzen lassen sich dort mit dem Programm ImageVis3D darstellen, das von dem Saarbrücker Informatiker Jens Krüger im Team an der Universität von Utah entwickelt wurde. Auch an kleineren Rechnern lassen sich damit blitzschnell umfangreiche 3-D-Daten darstellen und verändern.

Das Programm wird bisher vor allem in der Medizin eingesetzt, um wissenschaftliche 3-D-Bilder zum Beispiel aus der Computer- oder Magnetresonanztomographie aufzurufen und zu verändern. An jedem gewöhnlichen Computer können damit Wissenschaftler und Ärzte den menschlichen Körper genauer studieren und medizinische Probleme bewerten. Aber auch hochauflösende geografische Bilder, wie die Satellitenbilder von Google Earth, können damit verändert werden. Bisher war die Bearbeitung solcher riesigen Datenmengen nur an leistungsstarken Computern möglich.

Seit kurzem kann sogar der vergleichsweise kleine Rechner eines iPhones dafür eingesetzt werden. Das Programm lässt sich auch in andere Softwareumgebungen leicht integrieren und ist durch seinen modularen Aufbau flexibel einsetzbar. Es basiert auf einer Software, die am Institut Science Computing and Imaging (SCI) der Universität von Utah entwickelt wurde.

Etwa ein Jahr lang hat Krüger in Salt Lake City daran gearbeitet Als Teil eines biomedizinischen Projekts wurde es vom amerikanischen Gesundheits- und Energieministerium finanziert. Seit kurzem leitet er eine Forschergruppe im Exzellenzcluster "Multimodal Computing and Interaction" (MMCI) der Universität des Saarlandes. Die Forschergruppe ist am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Saarbrücken angesiedelt. Dort wird Krüger sich noch intensiver damit beschäftigen, wie man ganze 3-D-Welten auf kleine Rechner bringen kann.

COMPAMED.de; Quelle: Universität des Saarlandes