Bei fast jeder vierten Neueinstellung der vorangegangen 12 Monate fanden die Arbeitgeber einen passenden Bewerber durch Zeitungsinserate. Mehr als jede zehnte Stellenbesetzung beruhte auf einer Initiativbewerbung. Die Eigeninitiative von Arbeitsuchenden führt damit wieder häufiger zu einem sozialversicherungspflichtigen Job als im Vorjahr.

Kontakte zur Arbeitsagentur oder die Internet-Jobbörsen der Bundesagentur für Arbeit führten ebenfalls zu mehr als zehn Prozent der Einstellungen. Aus anderen Internet-Stellenbörsen ergaben sich neun Prozent der Stellenbesetzungen. Die private Arbeitsvermittlung spielte mit drei Prozent im Ganzen eine geringe Rolle bei der Besetzung offener Stellen.

Noch weniger Neueinstellungen beruhten auf internen Stellenausschreibungen und internen Praktika (je zwei Prozent) oder auf Inseraten Arbeitsuchender (ein Prozent). Betriebe nutzen meist mehrere Suchwege

Die Betriebe nutzen bei der Personalsuche meist mehrere Wege zugleich – neben den Vermittlungsdiensten der Agenturen für Arbeit beispielsweise auch Inserate und informelle betriebsinterne Möglichkeiten. Inserate schalteten die Arbeitgeber bei 41 Prozent der offenen Stellen. Nach dem rückläufigen Trend der vergangenen Jahre registriert das IAB erstmals wieder einen deutlichen Anstieg.

Bei 40 Prozent aller offenen Stellen wurde neues Personal über eigene Mitarbeiter und persönliche Kontakte gesucht. Beruflichen und sozialen Netzwerken kommt damit eine unverändert hohe Bedeutung zu. Die Dienstleistungen der Arbeitsagenturen einschließlich der Internet-Jobbörsen der Bundesagentur für Arbeit nutzten die Betriebe bei 33 Prozent der offenen Stellen. Andere Internetdienste als die BA-Jobbörse wurden bei 29 Prozent der offenen Stellen genutzt. Initiativbewerbungen bezogen die Betriebe bei 27 Prozent der offenen Stellen mit ein.

COMPAMED.de; Quelle: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung