Wissenschaftler entwickelten einen neuartigen 3D-Zytometer zur Messung und Analyse von medizinischen Probenlösungen. Unter anderem versetzt die Anordnung der empfindlichen Bauelemente dem Probenstrom einen schraubenförmigen "Drall", der die verfeinerte Analyse über einen mikrostrukturierten Chip ermöglicht.

Für die medizinische und biotechnische Analyse haben sich konventionelle Zytometer etabliert, die den Durchfluss einer Probenlösung messen. Die Zellen, die untersucht werden sollen, werden einzeln an einer optischen oder elektrischen Messstelle vorbeigeführt, analysiert und gezählt. Dafür müssen sie vorher in einen schneller fließenden "Hüllstrom" eingeleitet werden.

Derzeit werden Analysechips mit Mikrostrukturen als kostengünstige, nicht verschleißbare und rasch austauschbare Einwegprodukte hergestellt. Im Rahmen seiner Dissertation hat Dr.-Ing. Janko Theisen gemeinsam mit Prof. Dr. Martin Schmidt am Institut für Konstruktion, Mikro- und Medizintechnik der Technischen Universität Berlin, Fachgebiet Mikro- und Feingeräte, den Prototypen eines neuartigen 3-D-mikrostrukturierten Durchflusszytometers entwickelt.

Er ermöglicht eine bessere räumliche Fokussierung des Probenstroms. Auch die Gestaltung der Bauteile ist vorteilhaft. Die Auslässe für den Hüllstrom sind versetzt angeordnet. Dadurch bekommt der Probenstrom einen schraubenförmigen Drall und ermöglicht eine gleichmäßigere Fokussierung als bei einer spiegelsymmetrischen Anordnung.

COMPAMED.de; Quelle: Technische Universität Berlin