Veredelte Schläuche verhindern Thrombosegefahr

Foto: Plasmakammer

Unter der Federführung des INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien arbeiten Forscher an Beschichtungsverfahren, die die Schlauchwände glätten und für den Körper gut verträglich machen. Das Kick-off-Meeting des Verbundprojektes Nano4stent fand Anfang des Jahres statt. Es trafen sich die Verbundpartner des INM, der Universitätsklinik Homburg, der Kocaeli University, Türkei, sowie der Korea University of Technology and Education, Korea.

Die Spezialisten verwenden bei ihrer Forschung ein spezielles Verfahren: So wie sich Wasserdampf am kalten Topfdeckel in Tropfen gleichmäßig bildet, bilden die Entwickler die Beschichtung auf der Schlauchoberfläche. „Unser Ziel ist es, die Oberfläche der Schläuche ganz gleichmäßig mit einer Schutzschicht zu überziehen“, erklärt Cenk Aktas, Leiter des Programmbereichs „CVD/Biooberflächen“. Dafür wird die Oberfläche erst künstlich durch Laserbehandlung mit kleinen Mulden versehen. Wenn jede Mulde und die gesamte Oberfläche der Schläuche perfekt ausgekleidet sind, haben unerwünschte Bestandteile keine Chance mehr, mit der Oberfläche des Schlauches zu reagieren und dort anzuhaften.

Das INM erforscht und entwickelt Materialien – für heute, morgen und übermorgen. Vom Molekül bis zur Pilotfertigung folgt es den wiederkehrenden Fragen: Welche Materialeigenschaften sind neu, wie untersucht man sie und wie kann man sie zukünftig nutzen?


COMPAMED.de; Quelle: INM - Leibniz-Institut für Neue Materialien gGmbH