07.10.2014

System Industrie Electronic GmbH

User Experience - Im Spannungsfeld von Norm & Design

Solutions - Ideas -Electronic - Bild:CorpusC

Normenkonformität spielt in der Medizintechnik eine wesentliche Rolle.
Vor Allem in dieser High-Tech-Branche ist die Einhaltung von Spezifikationen und Normen beachtlich, denn Sicherheit hat in medizinischen Anwendungen höchste Priorität. Trotzdem muss das Produkt ansprechend aussehen, um dem Hype um Smartphone & Co. aus der Konsumgüterindustrie und den Ansprüchen der Bediener gerecht zu werden. Aber kann es ein ansprechendes GUI-Design unter Einhaltung aller Normen geben? Kann das Design auch helfen die Bedienung leichter zu machen und die Bediener bei der Fehlervermeidung zu unterstützen? Die S.I.E GmbH zeigt, wie dies geht und nimmt namhaften Partnern diese Herausforderung und hohe Verantwortung des GUI –Designs beim Human Machine Interface ab.


Balance zwischen Design und Normenkonformität
Die Entwicklung eines HMIs mit „gutaussehendem“ GUI-Design unterliegt einem vielfältigen Ausmaß an Qualitätsstandard. Die Hardware & Software muss beispielsweise mit Hinblick auf zuverlässige & sichere Handhabung konzipiert und entwickelt werden. Die Anforderungen an neue Innovationen, wie die Touch-Bedienung und das UserInterface-Design der Geräte, sind demzufolge besonders hoch.
Ein wesentliches Differenzierungsmerkmal in der Medizin- und Labortechnik ist jedoch auch das Design. Denn die ansprechende Gestaltung der Bedienungsabläufe und der Benutzeroberfläche sind ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Das Design eines Produktes wird jedoch häufig – fälschlicherweise - auf die äußere Form und die Ästhetik begrenzt. Die Bedienung des Gerätes sollte aber so gestaltet sein, das Arbeitsaufgaben am HMI möglichst effizient und fehlerfrei zu erledigen sind. Folglich ist die Produktsicherheit & die Usability auch Bestandteil eines erfolgversprechenden Designs. Das GUI-Design kann auch dazu beitragen Arbeitsabläufe zu verbessern: Bedien - & Nutzungskomfort, Kosteneffizienz und Sicherheit.
Für diese vermeintlich widersprüchliche Thematik um Sicherheit & Design ist ein Experte schon von Beginn an gefragt.
Das Knowhow, Produkte mit User Interface normenkonform und ansprechend gestaltet zu entwickeln, ist Spezialität der S.I.E System Industrie Electronic GmbH. Unternehmen verlassen sich in dieser Herausforderung auf die S.I.E als Outsourcingpartner.


Sicherheit als oberstes Gebot
Nutzungsoberflächen entstehen nicht beliebig, sondern unter Beachtung aller Normen zur Usability, dem Risikomanagementprozess und nach einem aufwändigen, iterativen Prozess. Mit Benutzertest und Evaluation wird sehr früh begonnen, denn es handelt sich dabei um einen iterativen Designprozess. Das oberste Gebot dieses usabilityorientierten Entwicklungsprozesses ist die Sicherheit und die Zuverlässigkeit des Endproduktes. Die Prozessschritte sind: Analyse – Design - Validierung - Spezifikation - Entwicklung.
Ein Ziel der Analysephase ist es Kenntnis über die Benutzer, deren Aufgaben und den Kontext zu erlangen. »Ein Workshop ist ein idealer Einstieg in die Partnerschaft, um schon vorab Chancen und Risiken zu definieren.«, sagt Josef Krojer. Nach der Anforderungsdefinition werden in der Konzeptphase ein konzeptionelles und visuelles Design für Bedienabläufe erstellt. » Hierbei muss sich ein GUI-Design am Workflow des Bedieners orientieren«, so Krojer weiter. In der Entwicklungsphase kommt die Bedeutung des Prototypings zur Geltung. Hierzu gehört beispielsweise das Design und das Usability-Testing.


Ein normenkonformer Prozess muss Anforderungen folgender Normen zur Gebrauchstauglichkeit von Medizinprodukten beachten: EN 62366, EN 60601-1-6, EN ISO 14971, EN ISO 9241-210. Selbstverständlich ist S.I.E auch nach ISO 9001 und ISO 13485 zertifiziert.
Jedes GUI-Design wird individuell gestaltet, zum einen um die genannten Sicherheitsanforderungen und die Nutzeranforderungen umzusetzen, aber auch um das Corporate Design in die Ästhetik des HMIs einzubringen. Es gilt Designfehler, die zu Benutzungsfehlern führen können, vorab zu vermeiden. „Sehen zwei Touchelemente auf einer Oberfläche zu ähnlich aus, ist nicht auszuschließen, dass der Anwender das falsche Symbol und somit die falsche Funktion auswählt. Das ist ein Designfehler & kann unter Umständen erhebliche Folgen für den Patienten & Anwender haben.“ , so Krojer.
Eine Risikominimierung ist mit einem GUI-Design in einem HMI durchaus möglich. Vorraussetzung hierfür ist ein durchdachter Entwicklungsprozess, unter Einhaltung der Normen und des Risikomanagementprozesses.


Einfacher Dialog zwischen Mensch und Maschine
»Benutzerführung muss schön & modern sein«, beschreibt Josef Krojer.
Ein ganzheitlicher Ansatz, welcher neben dem Spaß an der Bedienung, auch die Unterstützung der Nutzer gewährleistet, ist besonders bedeutend. Denn die Bedürfnisse der Anwender müssen für den Entwicklungsprozess besonders berücksichtigt werden. Letztendlich muss ein GUI-Design eines HMIs durch eine Nutzergruppe in einem bestimmten Nutzungskontext bedienbar sein, um bestimmte Ziele effizient, effektiv und zufriedenstellend zu erreichen. Beim Nutzungskontext ist die physikalische und soziale Umgebung zu beachten. »Menschen haben Bedürfnisse. Diese müssen auch bei der Arbeit befriedigt werden, damit der Mensch motiviert und zufrieden ist. «, veranschaulicht Krojer.
Ein erfolgreiches Design überzeugt darüber hinaus mit einer umfassenden User Experience. Die User Experience ist eine Konsequenz, beeinflusst von der Gestaltung, der Funktionalität und den Leistungsmerkmalen eines HMIs. Ebenso können auch Vorkenntnisse und Eigenschaften des jeweiligen Nutzers eine Rolle spielen, sowie auch die Markenwahrnehmung. Zur User Experience gehören drei Aspekte: Usability, Joy of Use & Usefulness.
Die „Usability“ ist die Gebrauchstauglichkeit der Anwendung. Usability bedeutet im GUI-Design: Wissen über die Nutzer, die Aufgabe, die Umgebung und über die Technologien. Der End-User muss das GUI-Design im HMI einfach und problemlos bedienen können. »Wenn der End-User bei der Bedienung eine Gebrauchsanleitung benötigt, ist etwas falsch gelaufen «, illustriert Josef Krojer. Das „Joy of Use“ setzt eine positive und emotionale Nutzung voraus. Beim User muss Freude entstehen, wenn die Nutzungsziele einfach erreicht werden, wenn durch einen nahtlosen Wechsel von Bedienung und Feedback der HMI ein flüssiger Dialog entsteht und wenn Informationen flott erreichbar sind. Dies ist von hoher Bedeutung in der Medizintechnik-Branche, da die Anwendungen meist über lange Zeiträume genutzt werden und einen positiven Gesamteinfluss auf die Motivation der Nutzer ausüben kann.
Der Nutzen („Usefulness“), dritter Aspekt der User Experience, muss die geforderten Funktionen in jedem Fall gewährleisten.


»Das Design kann einen erheblichen Beitrag leisten Arbeitsabläufe zu verbessern. Grundlage ist jedoch, dass neben Normen zu Hygiene und Sicherheit und dem Lebens-& Nutzungszyklus des HMIs auch der medizinische bzw. labortechnische Alltag und Anforderungen der unterschiedlichsten Anwender schon in die Entwicklung des GUI-Design eingebracht werden – das ist dann zum Vorteil aller«, konkretisiert Josef Krojer. Die Kooperation mit einem Partner wie S.I.E hat entscheidende Vorteile in der Entwicklung eines HMIs mit entsprechendem GUI Design: Kunden & Partner können sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und zusätzlich von dem Know-How um das HMI profitieren.