Bild: Eine Frau und ein Mann in einem Büro 
Die hohe Belastung bei der
Arbeit lässt so manchen
krank werden; © Hemera

Bereits heute zeichnet sich ein Mangel an Fachkräften ab, weil es an Nachwuchs fehlt. Zugleich steigt der Anteil der über 40jährigen in den Betrieben stark an. 2020 wird jeder dritte Beschäftigte älter als 50 Jahre sein.

Hohe volkswirtschaftliche Kosten durch arbeitsbedingte Erkrankungen und Frühberentungen machen deutlich, dass das vorhandene Präventionspotenzial nicht optimal genutzt wird. Statt auf kurzfristige Gewinnoptimierung zu setzen, sollten Unternehmen stärker in ihre Organisation und ihre Beschäftigten investieren, um zukunftsfähig zu bleiben.

Dies sind die wichtigsten Ergebnisse der Jahrestagung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Bei der Tagung wurde deutlich, dass viele Unternehmen die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt haben.

Die Gesellschaft und Wirtschaft ist im Informations- und Wissenszeitalter angekommen. Bereits im Jahr 2002 trugen wissensintensive Dienstleister und forschungsintensive Industrien ein Drittel zur gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung bei. In einer Umfrage unter Analysten der Geld- und Kapitalmärkte äußerten knapp 90 Prozent der Befragten, dass das geistige Eigentum der Unternehmen ein wichtiger Faktor bei der Bewertung dieser Unternehmen sei.

Demgegenüber stehen aber jährliche Kosten von mindestens 10,3 Milliarden Euro für Frühberentungen sowie 28 Milliarden Euro für arbeitsbedingte Erkrankungen in Deutschland. Diese Zahlen machen deutlich, dass eine Änderung der Personalpolitik notwendig ist. Um die Arbeitsfähigkeit der Mitarbeiter zu erhalten, sind ganzheitliche Konzepte nötig, die sich nicht nur auf die Gesundheit beschränken. So sollte auch auf die Ausbildung geachtet werden und darauf, dass die Arbeitsanforderungen den Ressourcen der Mitarbeiter entsprechen.

COMPAMED.de; Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin