Unnötige Operationen vermeiden

Diagnosen vor einem operativen Eingriff unterscheiden sich häufig von dem, was Ärzte während einer Operation vorfinden. Mitunter stellen sie erst nach dem Schnitt in die Bauchdecke fest, dass es sich um einen Tumor handelt, der sich operativ nicht entfernen lässt. "Befunde stellen sich oft auch erst dann als gutartig heraus, wenn der Arzt nach einer Operation das entfernte Tumorgewebe untersucht", sagt Dr.med. Stephan Kersting, Chirurg und Ausbilder der Sektion Chirurgie der DEGUM aus Dresden. In beiden Fällen wäre eine Operation nicht zwingend notwendig gewesen.

In mehreren Studien gelang es der wissenschaftlichen Arbeitsgruppe um Kersting, mit Hilfe der Kontrastsonografie exaktere Diagnosen als bisher zu stellen. Der Arzt spritzt dafür kleinste gasgefüllte Bläschen in die Blutbahn des Patienten. Im Ultraschallfeld beginnen diese zu schwingen und machen am Bildschirm die Durchblutung des Gewebes sichtbar. An typischen Durchblutungsmustern kann der Arzt erkennen, um welche Art von Tumor es sich handelt und von welchem Gewebe gestreute Tumoren eventuell stammen. Vielen Patienten blieben dadurch unnötige Eingriffe erspart.

COMPAMED.de; Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM)