Foto: Ärzte wenden den neuen Laser an
Ärzte entfernt mit dem neuen CO2-
Laser eine Veränderung im Kehlkopf;
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Zum Einsatz kommt der neue Laser unter anderem bei Eingriffen im Mittelohr. "Hier können wir mit dem laserchirurgischen Verfahren das Operationsrisiko ganz wesentlich verkleinern", erläutert Doktor Claus Wittekindt, Oberarzt der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten am Universitätsklinikum Jena. Zwar sei die Operation zur Beseitigung der Otosklerose der Gehörknöchelchen, die zur Schwerhörigkeit und sogar zur Taubheit führen könne, ein eher kleiner Eingriff. "Dabei kommen bei herkömmlichen Verfahren jedoch oft Bohrer zum Einsatz, was mit der erheblichen Gefahr einer Verletzung der verknöcherten Steigbügel verbunden ist", so Wittekindt weiter. "Dieses Operationsrisiko, das für den Patienten die Gefahr der Ertaubung birgt, ist beim Operieren mit dem Laser wesentlich geringer".

Das Gerät wird auch bei stimmverbessernden phonochirurgischen Operationen eingesetzt, bei denen meist als Folge des Rauchens entstehende Knötchen, Polypen oder Wassereinlagerungen an den Stimmbändern entfernt werden. Auch hier ist eine besonders schonende und millimetergenaue Operationstechnik notwendig, um die Stimmbänder nicht zu verletzen und die Stimme zu schonen. Das gilt auch für Halstumoren und für Vorstufen des Kehlkopfkrebses, die überwiegend auf den sehr empfindlichen Stimmlippen im Kehlkopf entstehen.

"Auch vergrößerte Gaumenmandeln können mit dem CO2-Laser relativ schmerzfrei und ohne das Risiko einer Nachblutung, die bei der herkömmlichen Mandelentfernung nach wie vor ein großes Problem ist, entfernt werden", so Wittekindt. Dazu gehöre auch ein schnellerer Heilungsprozess nach den Eingriffen, da der Laser an den Schnitträndern nur minimale thermische Schäden hinterlasse.

COMPAMED.de; Quelle: Friedrich-Schiller-Universität Jena