06.10.2009

Cluster Mikrosystemtechnik, c/o Hochschule Landshut

Themengruppe Mikro-Mechatronik gegründet

Landshut, den 28.09.09 – Der Trend zu immer kleineren intelligenten Systemen hält weiter an. Nahezu unsichtbar und von vielen unbemerkt übernehmen Mikrosysteme auch in der Medizintechnik wichtige Aufgaben, ohne die moderne Behandlungsgeräte, Operationsverfahren oder intelligente Prothesen schlicht nicht vorstellbar wären.
Aufgrund der Vielzahl von Entwicklungen und Technologien wird es für Unternehmen aber immer schwieriger, sich einen aktuellen Überblick zu verschaffen oder zu behalten. Daher bündelt die Themengruppe Mikro-Mechatronik die entsprechenden Kompetenzen und unterstützt Unternehmen darin, aktuelle Forschungsergebnisse und technische Möglichkeiten zeitnah in marktfähige und zukunftsträchtige Produkte umzusetzen.
Bei der Entwicklung und Fertigung integrierter, intelligenter Systeme für mikromechatronische Aufgabenstellungen sind Spezialisten aus unterschiedlichsten Bereichen gefordert: Während die Mikrosystemtechnik beispielsweise die Aufbau- und Verbindungstechnik beisteuert, ist die Mechatronik die Paradedisziplin für die Integration von Sensorik, Intelligenz und Aktorik in Baugruppen. Aus diesem Grund haben der Cluster Mikrosystemtechnik (Landshut) und der Cluster Mechatronik & Automation (Augsburg) ihre Kompetenzen gebündelt und die gemeinsame Themengruppe Mikro-Mechatronik aus der Taufe gehoben. Die Aufgabe der neu gegründeten Themengruppe ist es, Lösungen für anwendungsbezogene Fragestellungen im Umfeld mikromechatronischer Anwendungen zu initiieren, zu moderieren und die entsprechenden Spezialisten miteinander zu vernetzen.
Die Themengruppe Mikro-Mechatronik versteht sich als offenes Arbeitsforum, das allen Unternehmen, Dienstleistern, Hochschulen und Forschungseinrichtungen offen steht und ihnen konkrete Hilfestellungen in der Mikro-Mechatronik anbietet. Gerade im Bereich der Medizintechnik verfügt die Themengruppe über Erfahrung aus zahlreichen erfolgreich abgeschlossenen Projekten. Ganz egal, ob es um Sensorik und Aktorik, Aufbau- und Verbindungstechnik, Systemkonzepte, Tests und Zuverlässigkeit, Systemsimulation oder die Entwicklung von Hard- und Software geht – die Themengruppe ist der fachlich kompetente Ansprechpartner. Inhaltlich getragen wird die Themengruppe durch mehrere Hochschulen und Universitäten, mehrere Fraunhofer-Institute sowie einem der bundsweiten Applikationszentren für hybride Mikrosysteme.
Damit das von der Themengruppe erarbeitete Wissen möglichst breit genutzt werden kann, bildet die Weiterbildung und Wissensvermittlung eine weitere zentrale Aufgabe. Dies leitet nahtlos zum langfristigen Ziel über, neue und zusätzliche Anwendungsmöglichkeiten für das in den einzelnen Projekten erworbene Wissen zu finden. Eine weitere Aufgabe der Themengruppe ist es, ein Forum für die einzelnen Dienstleistungsangebote der angeschlossenen Partner zu bilden und diese einer erweiterten (Fach-)Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Zum Bild:
Mikro-Lüfterrad aus der generativen Fertigung des Fraunhofer-Instituts für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM), Oberpfaffenhofen.