14.09.2012

Sulzer Mixpac AG

Sulzer Mixpac ermöglicht exaktere Mischergebnisse bei Mehrkomponenten-Massen

Simulationsergebnisse
Auch in diesem Jahr ist der Schweizer Experte für 2-K Mischsysteme Sulzer Mixpac wieder auf der internationalen Fachmesse COMPAMED vertreten. Besucher können vom 14. bis 16. November in Halle 8b Stand C01 Einblicke in die bestehende und erweiterte Produktpalette des Spezialisten gewinnen. Eine Entwicklung steht dieses Jahr ganz besonders im Fokus: Die exaktere Definition von Mehrkomponenten-Mischungen in der Medizintechnik sowie die damit einhergehende optimale Beschaffenheit der benötigten Misch- und Austragsysteme. Sulzer setzt dazu auf CFD-Simulationen - ein in der Medizintechnik völlig neues Berechnungsverfahren.

Das Unternehmen, dessen Mischsysteme unter anderem bei der Verarbeitung zähflüssiger Stoffe im Dentalbereich Anwendung finden, revolutioniert die Bandbreite an Einsatzgebieten von CFD (=Computational Fluid Dynamics): Zukünftig können optimale Mischergebnisse von zwei oder mehreren Komponenten durch die Berechnung sogenannter numerischer Strömungssimulationen erreicht werden. Seinen Kunden – vorwiegend Hersteller von Mehrkomponenten-Massen für Endverbraucher wie Zahnärzte oder Zahntechniker – bietet das Unternehmen CFD-Simulationen für die Optimierung bestehender Produkte bzw. Produktneuentwicklungen an. Sulzer Mixpac, Tochter des führenden Pumpenherstellers Sulzer, ist weltweit das einzige Unternehmen, welches die CFD-Technologie für Mehrkomponenten-Mischungen in der Medizintechnik nutzt.

Hoher Bedarf an homogenen Mischungen

Sulzer Mixpac profitiert bei seiner Produktentwicklung vom Know-How des Mutterkonzerns. Dieser verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich des Strömungsverhaltens von Stoffen. „Durch das Gesamtangebot des Sulzer Konzerns ist es uns möglich, auch unser eigenes Leistungsportfolio zu erweitern“, sagt Dietmar Salzgeber, verantwortlich für Medizinal-Produkte bei Sulzer Mixpac. Den Bedarf für homogene Mischungen, der gerade in der Medizintechnik hoch ist, hat Sulzer erkannt und trägt dazu bei, die Mischergebnisse der Massen zu verbessern.

Garantierte Reproduzierbarkeit bei geringem Testaufwand

Bisher herrscht im Medizinal-Bereich die ´Trial and Error´ Methode vor: Das heißt Zahnärzte, Medizintechniker oder Anbieter der Massen mischen die jeweiligen Komponenten überwiegend per Hand. Oft wissen die Anbieter erst durch eine große Anzahl an Tests, ob und wie zwei Komponenten aufeinander reagieren – warum und welche chemischen Reaktionen dahinter stecken, bleibt ein Geheimnis. „Eine homogene Masse herzustellen ist per Hand mitunter sehr aufwendig. Zum einen kann durch diese Vorgehensweise nie zwei Mal dasselbe Ergebnis entstehen – vor allem bei farblich ähnlichen Komponenten ist die Mischqualität schwer festzustellen. Zum anderen ist bei Produktentwicklungen die Time-to-Market-Zeit um ein Vielfaches länger und kostenintensiver. Mit Hilfe von CFD können damit nicht nur optimale Mischverhältnisse eruiert und so effiziente und reproduzierbare Mischergebnisse garantiert werden: Der gesamte Entwicklungsprozess kann zudem erheblich verkürzt werden“, erläutert Salzgeber.

Simulation des bestmöglichen Austragssystems

Ziel der Simulation ist, ein optimales Mischverhältnis mehrerer Komponenten zu erreichen. Dabei müssen Faktoren wie Viskosität, Druckverhältnisse, Dichte oder Oberflächenspannung berücksichtigt werden, die auf die Strömung eines Stoffes einwirken. Die Experten bei Sulzer Mixpac simulieren, basierend auf der Mischgeometrie und den Materialeigenschaften der Komponenten, das bestmögliche Austragsystem, um eine hohe Mischgüte bzw. Homogenität zu erzeugen. Anhand der CFD-Simulationen kann die optimale Verweilzeit eines Stoffes im Mischer berechnet werden. Diese darf beispielsweise nicht zu lang sein, so dass die Komponenten schon reagieren, ohne den Mischer verlassen zu haben. Kontraproduktiv wäre beispielsweise auch, wenn der aufzubringende Druck, um die Masse aus dem Mischer ausdrücken zu können, so hoch ist, dass dieser die Handkraft eines Anwenders übersteigt. Mit Hilfe numerischer Strömungssimulationen kann sichergestellt werden, dass zwei Stoffe zum richtigen Zeitpunkt aufeinandertreffen, das heißt, dass sich diese gleich lang im Mischer befinden.

Auf der Fachmesse COMPAMED 2012 in Halle 8b Stand C01 präsentiert Sulzer Mixpac erstmals seine Neuheiten, im Besonderen den Einsatz von CFD-Simulationen bei Mehrkomponenten-Mischungen.
Zusätzliche Informationen zu Produkten und Leistungen finden Sie unter www.sulzerchemtech.com.