Strahlungsstabil und gutes Bild


Die Röntgentechnik ist für die zerstörungsfreie Materialprüfung sehr wichtig. Entscheidend für die Leistungsfähigkeit dieser Prüftechnik ist der Röntgendetektor und letztendlich das Röntgenbild. Wurde in der Vergangenheit eher der Röntgenfilm als bildgebendes Element eingesetzt, werden sowohl im medizinischen wie auch im industriellen Bereich immer öfter digitale Röntgendetektoren verwendet. Da die Detektoren bei der Bildaufnahme selbst der Röntgenstrahlung ausgesetzt sind, ist für eine gute und konstante Bildqualität eine hohe Strahlungsstabilität der Detektoren entscheidend.

Flat Panel Detektoren und herkömmliche Zeilenkameras sind im industriellen Einsatz nach kurzer Einsatzzeit aufgrund der hohen Strahlungsenergie irreversibel geschädigt und müssen ersetzt werden. Die Röntgenstrahlung wird nicht vollständig vom Szintillator absorbiert und schädigt den direkt dahinter liegenden Halbleiter. Dies macht sich unter anderem durch Pixel- und Spaltendefekte oder der Überlagerung von verschiedenen Aufnahmen, dem sogenannte Image Lag, bemerkbar.

Mit den vom Fraunhofer IIS in der Abteilung Berührungslose Mess- und Prüfsysteme entwickelten Röntgendetektoren werden hinsichtlich Strahlungsstabilität bei vergleichbarer Empfindlichkeit und Bildqualität neue Maßstäbe gesetzt. Das Funktionsprinzip basiert auf der optischen Abbildung eines Szintillators auf Halbleiter-Sensoren. Dies ermöglicht die Abschirmung sämtlicher Halbleiterbauelemente auch bei sehr hohen Energien von der Röntgenstrahlung. Ein weiterer Vorteil dieser Methode ist auch die einfache Realisierung unterschiedlicher Detektorformate und Pixelgrößen.

COMPAMED.de; Quelle: Fraunhofer Vision