Statement zur COMPAMED 2011 – High tech solutions for medical technology

Die Medizintechnik zählt zu den wachstumsstärksten Branchen weltweit. Neben demografischen Gründen, einem allgemein gestiegenen Gesundheitsbewusstsein und einem zunehmenden Wohlstand in Schwellenländern erweist sich insbesondere die Innovationskraft der medizintechnischen Industrie als Wachstumstreiber.

Zulieferunternehmen gebührt hierbei eine wichtige Rolle, was jedes Jahr eindrucksvoll Bestätigung findet durch die COMPAMED – High tech solutions for medical technology in Düsseldorf. Denn gleich ob es sich um neue Materialien und entsprechende Prozesse zu ihrer Be- und Verarbeitung handelt, ob es um die Steigerung der Körperverträglichkeit durch optimierte Produktbeschichtungen geht oder aber um die Miniaturisierung von Bauteilen, es sind sehr oft die Entwicklungen der Zulieferer, die den Ausgangspunkt bilden für teils bahnbrechende medizintechnische Verfahren und Systeme.

Immer mehr Unternehmen, die eigentlich aus ganz anderen Wirtschaftssparten kommen, bringen ihr fachliches Knowhow ein in den Markt für Medizintechnik. Denn dieser Markt hat sich in den letzten Jahren als weitestgehend krisenresistent erwiesen. Daraus erklärt sich auch das über Ländergrenzen hinweg stetig gewachsene Interesse an der COMPAMED. Der sehr gute Anmeldeverlauf lässt zur COMPAMED 2011 (16. bis 18. November) eine Beteiligung von gut 600 Ausstellern und etwa 10.000 Quadratmeter gebuchter Fläche in den Hallen 8a und 8b erwarten.

Im Zusammenspiel mit der parallel stattfindenden weltgrößten Medizinmesse MEDICA 2011 (16. – 19. November) wird die gesamte Wertschöpfungskette für Medizintechnik thematisiert – vom einzelnen Bauteil über Messverfahren zur Qualitätsprüfung bis zum steril verpackten Endprodukt. Diese aufeinander abgestimmte Messe- und Themenkombination ist weltweit einzigartig und lockt immer mehr Fachbesucher an.

Von den 137.200 Besuchern, die 2010 die MEDICA und die COMPAMED besuchten, interessierten sich bereits mehr als 16.000 Besucher für das spezielle Profil der 1992 gestarteten Zulieferermesse COMPAMED. Während die MEDICA von den medizinischen Anwendern besucht wird, bilden hauptsächlich Ingenieure, Entwickler und Einkäufer der Medizintechnik-Industrie (Aussteller der MEDICA) den Kern der Besucher der COMPAMED.

Besonders rasant sind die Entwicklungen aktuell im Materialbereich. Hier bieten COMPAMED-Aussteller mittlerweile sogar Implantatmaterialien an, die sich fest definiert im Körper auflösen – je nach Einsatzgebiet und Aufgabe mit einer Haltbarkeit von wenigen Wochen bis zu mehreren Jahren. Ebenfalls hochinnovativ ist künstliches Knochenmaterial, das wie eine Füllmasse direkt dort eingespritzt werden kann, wo es gebraucht wird etwa als Implantat-„Unterbau“ im Bereich des Kiefers oder der Wirbelsäule.

Effektiv eingesetzt werden können viele Materialien allerdings erst mit dem geeigneten Verarbeitungsverfahren. Auch hier bieten die Aussteller der COMPAMED die passenden Lösungen. Für den Aufbau von komplex geformten Schädelteilen aus bioresorbierbarem Keramikmaterial kommen beispielsweise Laserverfahren zum Einsatz. Sie erlauben es, den Ausgangsstoff schichtweise aufzuschmelzen und zwar auf Basis einer exakten Abbildung des Schädelteils mittels CAD-Daten (CAD = computer aided design). Auf diese Weise entsteht ein abbaubares Implantat, das in vielen Fällen vorteilhafter ist als ein Metallimplantat.

Neben der Materialwahl und geeigneten Verarbeitungsverfahren wächst zudem die Bedeutung von Beschichtungstechniken, wie dies bereits das 5. COMPAMED-Frühjahrsforum im Mai im Vorgriff auf die COMPAMED 2011 in seinen Vorträgen und Diskussionen gezeigt hat.

In Bezug auf Katheter und Gefäßstützen (Stents) könnten sie sogar neuartige und individualisierte Arzneimitteltherapien ermöglichen. Denn moderne Beschichtungen erhöhen nicht nur die Körperverträglichkeit, Lebensdauer und Handhabung der Implantatete, sondern in sie lassen sich auch vielfältig Wirkstoffe „einarbeiten“. Der nächste Schritt ist auch schon in Vorbereitung. In der Entwicklung befinden sich Stents, die sich nach einer gewissen Zeit selbst im Körper auflösen. Denkbar hierfür sind etwa Anwendungen bei Operationen im Bereich der Nasennebenhöhlen.

Die zunehmende Miniaturisierung von Bauteilen stellt unterdessen hohe Anforderungen an die Qualitätskontrolle, weshalb dieses Thema bei der COMPAMED auch in diesem Jahr wieder viel Beachtung finden dürfte. Denn die Aussteller stellen unter Beweis, dass mit ihren Lösungen zur Qualitätsüberprüfung, zum Beispiel mittels multisensorischer optischer und taktiler Messverfahren, sich selbst Normabweichungen im Mikro- und Nanobereich zuverlässig erfassen lassen.

Neben der Qualitätskontrolle von Bauteilen ist die Qualitätssicherung in der Produktion ein bedeutsamer Aspekt, gerade in der Medizintechnik. Mittels versteckt aufgebrachter Identifikationscodes können sich Medizintechnik-Hersteller mit ihren Produkten vor Markenpiraterie schützen und zugleich markierte Bauteile lückenlos bis zum Datum ihrer Produktion zurückverfolgen. Selbst auf transparenten Materialien, die modernen Verfahren machen es heutzutage möglich, ist die Platzierung solcher Codes nahezu unauffällig möglich.

Das hohe Innovationspotenzial, das Anbieter für die Anwendung in der Medizintechnik aufweisen müssen, zeigt sich auch am Beispiel von Verpackungen. Hier präsentieren Hersteller im Rahmen der COMPAMED Lösungen zur Verpackung steriler Produkte, was im Übrigen bedingt, dass die Verpackungen ebenfalls unter Reinraumbedingungen produziert werden.

Immer mehr schreitet die Automatisierung in der Produktion bei den „Medtech“-Herstellern voran. Bislang zählte die Medizintechnik noch eher zu den Branchen mit geringem Automatisierungsgrad. Aber ein zunehmender Preisdruck und scharfer Wettbewerb zwingen die Hersteller, alle Potenziale zur Effizienzsteigerung zu „heben“.

Dieser Trend wäre ohne die High-Tech-Verfahren, die die COMPAMED-Aussteller anbieten und die sie an die Bedürfnisse ihrer Kunden optimal anpassen, nicht möglich. Zum Einsatz kommen zum Beispiel Montagemaschinen und Systeme für vielfältige Montagetechniken wie zum Beispiel Ultraschallschweißen, Hochfrequenzschweißen, Kleben, Nieten, Schrauben oder Stanzen – alles mit einer so geringen Fehlertoleranz, wie sie durch die menschliche Hand nicht realisierbar wäre.

Neben den spannenden Themen der Aussteller gewähren erstmals zwei Foren spannende Einblicke. Das schon etablierte Forum zum Thema Mikrosystemtechnik, das erneut vom IVAM-Verband organisiert wird, wird in diesem Jahr ergänzt um ein Forum zum Thema Zulieferer-Technologie. Dieses neue Forum wird organisiert von der Fachzeitschrift DeviceMed. Beide Foren richten sich an hochqualifizierte Spezialisten und führende Experten aus der medizinischen Zulieferindustrie informieren in ihren Vorträgen über Neues aus den Bereichen Materialien, Produktionstechniken, Nanotechnologie sowie Prozesssteuerung und global Sourcing.

Das Messeangebot der COMPAMED umfasst insgesamt die folgenden Schwerpunkt-Bereiche: Produktion (unter anderem Montage-, Automatisierungs- und Fertigungstechnik, Prozesstechnik, Verpackungen), Materialien/ Werkstoffe, Mikro- und Nanotechnologie, Prüf- und Testsysteme sowie Komponenten (unter anderem Elektronik, Bauteile, Schläuche, Filter, Pumpen, Ventile).

Das Messeangebot der COMPAMED umfasst insgesamt die folgenden Schwerpunkt-Bereiche: Komponenten (unter anderem Elektronik, Bauteile, Schläuche, Filter, Pumpen, Ventile), Materialien/ Werkstoffe, Mikro- und Nanotechnologie, Produktion (unter anderem Montage-, Automatisierungs- und Fertigungstechnik, Prozesstechnik, Verpackungen) sowie Prüf- und Testsysteme.

Alle Informationen sind online abrufbar unter COMPAMED.de und MEDICA.de.

Für den mobilen Internetzugriff bietet sich die Messe Düseldorf-„App“ für iPhone, iPad und iPod touch an. Mit der App(-lication) kann via Fingersteuerung auf dem Touchscreen im interaktiven Geländeplan in die einzelnen Hallen bis zu einzelnen Ständen der Aussteller navigiert oder auch in der Aussteller- und Produktdatenbank recherchiert werden. Verfügbar ist die kostenfreie App über den iTunes-Store von Apple und zwar in speziell auf die unterschiedlichen Bildschirme angepassten Varianten für iPhone/ iPod touch sowie das iPad.

Die Veranstaltungen COMPAMED und MEDICA können auch in diesem Jahr wieder mit nur einem Messeticket ohne Aufpreis besucht werden.

Online-Tickets lassen sich direkt ausdrucken und bieten einen besonderen Preisvorteil gegenüber den an der Tageskasse erhältlichen Eintrittstickets.

Laufzeit der COMPAMED 2011: 16. bis 18. November
Laufzeit der MEDICA 2011: 16. bis 19. November

Öffnungszeiten: 10:00 bis 18:30 Uhr (MEDICA samstags bis 17:00 Uhr)

Düsseldorf, 15. Juli 2011


COMPAMED.de; Quelle: COMPAMED 2011