Sicher in die Zukunft

In technischen Geräten, Maschinen und Anlagen steckt zunehmend Computertechnik. Wo früher Hebel betätigt wurden, lösen heute im Inneren der Geräte verborgene Prozessoren die gewünschte Funktion aus.
Immer neue Modelle mit immer raffinierterer Technik kommen auf den Markt. Nur funktionieren die schönen neuen Geräte oft nicht so zuverlässig, wie sie sollten.

Damit die komplizierte Software richtig funktioniert, arbeiten Forscher aus Magdeburg und Kaiserslautern nun gemeinsam an Konzepten, die Herstellern bei der Perfektionierung ihrer Produkte helfen sollen.
Besonders für Entwicklungen in der Fahrzeug-, Medizin-, Energie- und Materialflusstechnik zeigt sich enormer Forschungsbedarf.

Die Forscher wollen sich dabei die Vorteile der Virtuellen Realität zu Nutze machen. Was normalerweise unsichtbar ist, soll dann im Cyberspace Gestalt annehmen: Hier zeigt sich genau, wie sich die in Maschinen und Geräten integrierte Software verhält. Zudem hilft die Virtuelle Realität durch ihre Anschaulichkeit, Vorbehalte gegen moderne Technik abzubauen. Die Erkenntnisse fließen direkt in den Entwicklungsprozess ein und machen den DVD-Recorder, das Auto oder ganze Kraftwerke sicherer und zuverlässiger. Schließlich sollen Maschinen und Anlagen jederzeit störungsfrei funktionieren.

"Die Virtuelle Realität ist dazu perfekt geeignet und wird uns diesem Ziel entscheidend voranbringen. " sagt Prof. Michael Schenk, Institutsleiter des Fraunhofer IFF in Magdeburg. Prof. Peter Liggesmeyer, Institutsleiter des Fraunhofer IESE ergänzt: "Das ist ein umfassendes Forschungsthema. Schließlich soll die Technik dem Menschen das Leben erleichtern. Da das nicht immer der Fall ist, müssen wir uns solchen Fragen widmen. Insbesondere, wenn wir uns beispielsweise im Straßenverkehr oder im Krankenhaus voll und ganz auf Maschinen und Geräte verlassen und ihnen oftmals sogar unser Leben anvertrauen".

COMPAMED.de; Quelle: Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF