Sensoren zum Anziehen


Der Trainingswissenschaftler Dr. Sven Michel von der Friedrich-Schiller-Universität Jena beobachtet derzeit eine rasante Entwicklung im Bereich der Sensortechnik und der dazu gehörenden Software. Diese in praxistaugliche Produkte umzusetzen, ist Ziel eines Forschungs- und Entwicklungsprojektes, das Dr. Michel und sein Team gerade gemeinsam Chemnitzer Admedia- Klinik starten. "Wir wollen Hightechsensoren in verschiedene funktionelle Bekleidungsstücke einsetzen und in unterschiedlichen Einsatzbereichen testen. Zudem können wir die Textilien mit einer neuartigen Technologie ausstatten, damit sie Kälte, Wärme oder beides gleichzeitig an verschiedenen Körperregionen über mehrere Stunden produzieren", so Michel.

Die Wissenschaftler der Jenaer Universität denken dabei nicht nur an einen möglichen Einsatz derartiger Funktionskleidung im Leistungsport. So seien "intelligente Textilien" auch für den Wellness- und Fitnessbereich, vor allem aber beim Monitoring von Säuglingen, Patienten und älteren Menschen geeignet. So zum Beispiel an verschiedene Risikogruppen, Suchtpatienten oder an Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
"Mit Hilfe eines intelligenten Unterhemdes etwa ließen sich kontinuierlich Herz- und Lungenaktivität messen, ausgewählte Bestandteile des Schweißes analysieren und telemetrisch an den zuständigen Arzt oder ein Gesundheitsteam übermitteln." Auf diese Weise würde der Zustand der Betroffenen einerseits permanent überwacht, während diese andererseits ein relativ unabhängiges Leben führen könnten."

COMPAMED.de; Quelle: Universität Jena