Scharfe 3D Bilder von der Wirbelsäule


Bei komplizierten Wirbelsäulenoperationen können zur besseren Orientierung für den Chirurgen Röntgenbilder mit einem mobilen Durchleuchtungsgerät gemacht werden. Dieses wird wegen seiner Form auch C-Bogen genannt. Bei dem neuen Flachdetektor 3D C-Bogen handelt es sich um die Weiterentwicklung der analogen zur digitalen Technik.

Die neue Flachdetektor-Technik führt zu einer Strahlenreduktion, aber vor allem zu verzerrungsfreien und damit auch in den Randbereichen exakten digitalen Bildern. Der Flachdetektor 3D C-Bogen ist in der Lage, für die dreidimensionale Bildgebung, ähnlich wie ein Computertomograph, aus mehreren in verschiedenen Positionen aufgenommenen Bildern einen 3D Bilddatensatz zu berechnen. Hieraus können dann Schnittbilder in beliebigen Ebenen rekonstruiert werden. Da dies aus den verzerrungsfreien digitalen Bilddaten erfolgt, wird eine sehr hohe Bildqualität erreicht.

Bei den bislang verwendeten analogen Bildverstärkern trifft der Röntgenstrahl, nachdem er durch den Körper des Patienten unterschiedlich abgeschwächt wurde, auf eine fluoreszierende Scheibe. Je nach Stärke der Strahlung löst er dort ein mehr oder weniger helles Leuchten aus. Dahinter befindet sich eine Vakuumröhre, an deren Ende eine analoge Kamera das Leuchten aufnimmt und auf einem Monitor anzeigt. Die Abbildungsgenauigkeit nimmt dabei systembedingt zu den Rändern hin ab, wodurch Verzerrungen entstehen.

Beim digitalen Flachdetektor trifft der Röntgenstrahl direkt auf eine digitale Aufnahmefläche (Detektor), auf der für jeden Punkt separat die Strahlenintensität aufgezeichnet und dann auf einem Monitor angezeigt wird. Diese Technik führt nicht zu Verzerrungen. Da der Detektor zudem viermal mehr Graustufen darstellen kann und somit detailgetreuer ist als der Bildverstärker, kann mit geringerer Strahlendosis ein besseres Bild erzeugt werden.

COMPAMED.de; Quelle: Universitätsklinikum Freiburg