Foto: Zahn
Das neue Verfahren soll absolut
schmerzfrei sein und sogar Karies
aufspüren können; ©pixelio.de

Mit dem Verfahren soll die Diagnose von Krankheiten rascher, billiger und genauer möglich sein. Die Raman-Spektroskopie beruht auf der Messung der Intensität und der Wellenlänge der Lichtstreuung von Molekülen. Das Verfahren wird bereits in der chemischen und pharmazeutischen Industrie eingesetzt. Sie soll die frühe Diagnostik von Brustkrebs, Karies und Osteoporose ermöglichen.

Morris verwendet das Verfahren seit einigen Jahren, um menschliche Knochen zu untersuchen. Bislang verwendete er die Technik jedoch nur an nicht lebendem Gewebe. Der chemische Aufbau von Gewebe variiert, je nachdem, ob es sich um einen kranken oder gesunden Menschen handelt. Dies macht sich die Raman-Spektroskopie zunutze. Sie liefert einen molekularen Fingerabdruck von dem, was gemessen wurde, was immer es auch sein mag, so Morris.

Für eine Messung legt der Patient zum Beispiel sein Handgelenk auf einen Tisch. Optische Fasern geben einen Laserstrahl auf eine Art Silikonarmband am Handgelenk ab. Die Interpretation der gesammelten dauert nur wenige Sekunden.

Wissenschaftler am Rutherford Appleton Laboratory und dem Gloucestershire Royal Hospital nutzen die Raman-Spektroskopie bereits für die Analyse von Kalkablagerungen im Brustgewebe, um Brustkrebs zu erkennen und zu entscheiden, ob eine Biopsie bei einzelnen Frauen notwendig ist.


COMPAMED.de; Quelle: University of Michigan