Bei einem Ösophaguskarzinom sind die Plasma-DNA-Spiegel erhöht. Nach einer kompletten Resektion sinken die Plasma-DNA-Spiegel wieder auf den Normalwert. Die Plasma-DNA-Spiegel könnte man daher als Marker einer gelungnen Ösophagektomie bei Speiseröhrenkrebs nutzen. Ob dies tatsächlich so ist, sollte jetzt eine Studie der Arbeitsgruppe um Dr. Tom R. DeMeester von der University of Southern California, Los Angeles, USA, herausfinden.

44 gesunde Kontrollpersonen und 45 Personen mit einem Ösophaguskarzinom nahmen an dieser Studie teil. Die Patienten standen vor einer chirurgischen Resektion des Karzinoms. Sechs Patienten waren nichtoperabel und bei 39 Patienten wurden die Tumoren komplett reseziert. Mit Hilfe der Polymerase-Kettenreaktion untersuchte man bei allen Teilnehmern die Plasma-DNA-Spiegel.

Vor der Operation waren die Plasma-DNA-Spiegel bei 84 Prozent der 45 Patienten signifikant angestiegen. Dies galt auch für die sechs Patienten mit nichtoperablen Tumoren. Unmittelbar nach der Resektion sanken die Plasma-DNA-Spiegel bei 18 von 20 Patienten (90 Prozent) wieder auf den normalen Ausgangswert. Bei jenen zwei Patienten, deren Plasma-DNA-Werte nicht auf das Normalmaß sanken, stellte sich später heraus, dass nicht alle Tumorteile entfernt worden waren.

Auch mehrere Monate nach der Resektion wurden die Werte noch gemessen. Hierbei zeigte sich: Stiegen die Plasma-DNA-Werte nach der Operation langsam wieder an, dann deutete dies auf ein Tumorrezidiv hin. In den allermeisten Fällen konnte auf diese Weise ein Tumorrezidiv erkannt werden, noch bevor dies durch bildgebende Verfahren sichtbar wurde. Bei diesen Patienten könnte man dann vorsorglich Chemotherapie einsetzen, noch bevor ein Rezidiv im Bild nachgewiesen werden kann.

COMPAMED.de; Quelle: Archives of Surgery 2007, Vol. 142, S. 533-539