Parken nach Sensorenmaß

Foto: Ein Parkschild mit chaotisch geparkten Autos

Das Heck ist zu hoch, der Kofferraum zu voll beladen, der tote Winkel im Spiegel bereitet Probleme – einparken ist gar nicht so einfach. Aber Forscher der Professur für Nachrichtentechnik der TU Chemnitz von Prof. Dr. Gerd Wanielik arbeiten bereits seit mehreren Jahren auf verschiedenen Gebieten der Fahrzeugumfelderkennung und der Fahrerassistenzsysteme mit Automobilzulieferern und der Automobilindustrie eng zusammen. Mit moderner Sensorauswertung sollen diese Systeme so verlässlich und so komfortabel wie möglich für den Fahrer gemacht werden.

Jüngstes Beispiel: Die Chemnitzer bringen dem Auto ein kleines Stück Selbständigkeit bei. "Das Auto der Zukunft soll nahezu von allein einparken", so Prof. Wanielik. Um das zu erreichen, sind die Parklücken automatisch zu vermessen und sowohl optimale als auch kollisionsfreie Einparkwege für das Auto zu ermitteln. Zudem muss auch ständig überwacht werden, dass das Auto nicht von seiner vorgeschriebenen Bahn abweicht. "Dabei soll das Fahrzeug am Ende noch besser mit kleinen Parklücken zurechtkommen, als das so mancher menschliche Fahrer kann", meint der Chemnitzer Universitätsprofessor.

Der automatische Einparkassistent ermöglicht dem Fahrer bereits ein automatisches Einparken in Längsparklücken. Ein Ultraschallsensor vermisst den angestrebten Parkplatz, indem er beim Vorbeifahren deren Länge und Tiefe automatisch erfasst und auch vorhandene Bordsteine berücksichtigt. Ist die Parklücke groß genug, kann der Einparkvorgang gestartet werden. Der Fahrer muss lediglich noch Gas- und Bremspedal bedienen. Das Lenken übernimmt das Fahrzeug bereits selbst. Der optimale Weg in die Parklücke wird von einem Bahnplanungstool ermittelt, das von der Professur Nachrichtentechnik stammt.

COMPAMED.de; Quelle: Technische Universität Chemnitz