Objekterkennung und Vermessung in 3D-Applikationen

In der modernen Produktentwicklung stehen Digitalisierungstechnologien zunehmend im Mittelpunkt innovativer Produktions- und Entwicklungskonzepte. Schnelle Entwicklungszeiten und Null-Fehler-Produktion erfordern Messverfahren, welche zeit- und kostengünstig dreidimensionales Messen ermöglichen.

Für die 3D-Erfassung der Objekte steht eine Vielzahl an Sensoren zur Verfügung. Je nach Aufgabenstellung und Anwendungsgebiet können Streifenprojektionssysteme, Lasertriangulationsverfahren, 3D-Laufzeitkameras oder Computertomographie verwendet werden. Für eine schnelle und hochgenaue messtechnische Auswertung der so gewonnenen Daten werden Softwarewerkzeuge benötigt, die die Daten ohne Benutzereinfluss, automatisch und hochgenau messtechnisch auswerten können.

Die automatische Auswertung der Messung aller regelgeometrischer Elemente, wie z. B. von Ebenen, Zylindern oder Kugeln sowie kombinierter Formen wie Langlöchern, basiert auf Algorithmen zur Besteinpassung. Die neuen Algorithmen zeichnen sich durch sehr hohe Genauigkeit und Effizienz aus. Es ist keine Benutzerinteraktion für die Auswahl der zu messenden regelgeometrischen Elemente erforderlich, die Auswertung der Messdaten erfolgt automatisch.

Die hohe Relevanz von Lösungen zur automatischen Digitalisierung und Messung von Objekten ist durch die große industrielle Nachfrage belegt. Weitere Anwendungsmöglichkeiten der Software sind die Objekterkennung und Lageerkennung. Die automatische 3D-Datenananlyse ermöglicht außerdem präzise Robotergreifvorgänge. Der "Griff in die Kiste" wird damit Realität.

COMPAMED.de; Quelle: Fraunhofer Vision