Leichtbauteile: Neues aus der Pulvermetallurgie

21.01.2014
Foto: Pulver rieselt vor schwarzem Hintergrund

© panthermedia.net/Mark Hofstetter

Die Herstellung von Bauteilen durch Verfahren der Pulvermetallurgie hat in den letzten Jahren eine bedeutende Entwicklung im Industriesektor erfahren, vor allem in der Luft- und Raumfahrt, der Atomindustrie oder in der Biomedizin.

Je nach Form der Leichtbauteile werden verschiedene Herstellungsverfahren angewendet. Einfache Bauteile lassen sich beispielsweise in großen Mengen durch Kaltpressen oder Sintern herstellen, während sich für dichte, homogene und komplexe Bauteile das sogenannte HIP-Verfahren (Isostatisches Heißpressen) besonders eignet.

Bei diesem Verfahren wird das Metall- oder Keramikpulver, das sich in einem Metallbehälter befindet, der sich unter Druck und Temperatur verformt, gesintert. Die thermomechanischen Eigenschaften der auf diese Weise gefertigten Bauteile sind hochwertiger als die, die durch Gießen erreicht werden. Mithilfe der weiterentwickelten digitalen Simulation lassen sich komplexe Formen einfach mit dem HIP-Verfahren herstellen. Dies erfordert jedoch umfassende Kenntnisse der rheologischen Gesetzmäßigkeiten des Pulvers.

Das Labor CEA-LITEN untersucht in situ die Verformung des Behälters (mit den darin befindlichen Pulvern) in Abhängigkeit von den Temperatur-Druck Zyklen. Dieses Projekt ist weltweit eine Neuheit, da der von den Forschern entwickelte Prüfstand europaweit der Einzige ist, mit dem sich in situ die Verdichtung der magnetischen Materialien messen lässt.

COMPAMED.de; Quelle: Wissenschaftliche Abteilung, Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland