Neuer Geopolymerbeton gut für die Umwelt

Foto: Ein Hochhausblock bei Nacht

Der französische Wissenschaftler Professor Davidovits entdeckte, dass Geopolymere eingesetzt werden können, um Flugasche für die Herstellung von Beton zu nutzen. Unter der Leitung von Professor Vijay Rangan begannen Wissenschaftler von der Geopolymer Concrete Research Group (GCRG) an der Curtin University of Technology vor vier Jahren damit, diese Erkenntnisse weiter zu entwickeln, um sie für die Industrie anwenden zu können.

Da Beton ein weit verbreitetes Baumaterial ist und in seiner weltweiten Nutzung nur von Wasser übertroffen wird, ist Forschung auf diesem Gebiet von großem Interesse. Normalerweise wird Beton mit Portland-Zement als Bindemittel hergestellt. "Mit dem weltweit zunehmenden Infrastrukturausbau wird auch der Verbrauch an Portland-Zement immer weiter ansteigen. Die Zementproduktion dezimiert jedoch beträchtliche natürliche Ressourcen und ist gleichzeitig für große Mengen an Kohlendioxidausstoß verantwortlich", erläutert Professor Rangan die negativen Umwelteffekte der Betonproduktion.

Kohlekraftwerke auf der anderen Seite produzieren große Mengen an Flugasche. Auch hier wird ein weiterer Anstieg in der Zukunft erwartet. Indem man Flugasche bei der Betonherstellung einsetzen und so auf Portland-Zement bei der Betonherstellung verzichten könnte, würde ein großer Beitrag zum Umweltschutz geleistet.

Tests, die die Wissenschaftler mit Flugasche aus einem lokalen Kraftwerk und einem konventionellen Betonherstellungsprozess durchführten, waren sehr viel versprechend. Die Geopolymerbetonmischung zeigte eine höhere Druckfestigkeit, die auch im ausgehärteten Zustand über einen längeren Zeitraum nicht abnahm. Auch war die Mischung sehr widerstandsfähig gegenüber Sulfaten. In den nächsten Forschungsschritten soll die Betonmischung optimiert und verschiedene potentielle Anwendungen getestet werden.

COMPAMED.de; Quelle: Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund / Institut Ranke- Heinemann