Neue Plattform für Detektortechnologien und Detektorsysteme

Das KIT hat die Koordination der Plattform inne. Weitere sechs Zentren und zwei Institute sowie eine steigende Zahl von hochkarätigen internationalen Forschungseinrichtungen und Universitäten sind daran beteiligt.

Detektoren für Photonen finden sich in jeder. Auch in der Medizintechnik sind Photonendetektoren gefragt – beispielsweise für die Positronen-Emissions-Tomografie (PET-Scan. Neutronendetektoren sind für die Grundlagenforschung in der Kernphysik, aber auch für den Strahlenschutz und die zivile Sicherheit unentbehrlich. Detektoren für geladene Teilchen werden in verschiedenen Bereichen von der Elementarteilchenphysik bis hin zur Haustechnik eingesetzt.

„Die Anwendungen der Zukunft benötigen eine neue Generation hochintegrierter Detektoren, die empfindlicher, schneller und mit immer höherer Auflösung arbeiten. Dies ist nur noch durch einen konsequenten dreidimensionalen Aufbau von Detektoren und durch maßgeschneiderte intelligente Elektronik zu erreichen“, sagt der koordinierende Sprecher, Professor Marc Weber, Leiter des Instituts für Prozessdatenverarbeitung und Elektronik (IPE) des KIT. Wie Weber erklärt, erfordert die Plattform die Zusammenarbeit eines breiten Spektrums von Experten: Die Bandbreite der Themen reicht von innovativen Materialien über Detektortechnologien und integrierte Elektronik bis hin zur intelligenten Verarbeitung extrem hoher Datenraten. Die Datenauswertung ist zunehmend integraler Bestandteil der Detektoren. Die immer größeren Datenraten erfordern eine extrem schnelle Datenübertragung oder aber eine Verarbeitung der Daten in der Nähe des Detektors. „Damit schaffen wir die Voraussetzungen für die Entwicklung immer leistungsfähigerer und zugleich immer kleinerer und leichterer Geräte“, erläutert Weber. Ziele der Forscher sind, die Datenübertragungsraten um den Faktor 1000 zu steigern sowie die Zahl der Detektorkanäle um Faktoren zwischen zehn und 100 zu erhöhen.

Auf der neuen Plattform sollen alle Beteiligten den Zugang zu modernsten Detektortechnologien und den auf ihnen basierenden Detektoren erhalten. Sie wird die deutsche Kompetenz auf diesem Gebiet international sichtbar machen.

COMPAMED.de; Quelle: Karlsruher Institut für Technologie (KIT)