Nanopartikel könnten Pflanzen schaden

Der Report zeigt, dass Nanopartikel mit Aluminumoxid den Wurzelwuchs von fünf Pflanzenarten - Mais, Gurke, Kohl, Karotte und Soja - verlangsamte. Aluminumoxidpartikel würden normalerweise bei kratzfesten durchsichtigen Beschichtungen, Sonnencremes mit transparentem UV-Schutz und umweltfreundlichen Beschleunigern benutzt, sagt Daniel J. Watts, PhD.

"Vor dieser Studie nahm man an, dass Nanopartikel keinen Effekt auf Pflanzen hätten", sagt Watts, leitender Director des York Center for Environmental Engineering and Science. "In dieser Studie wurde aber beobachtet, dass Keimlinge mit Nanopartikeln wie Aluminumoxid interagieren, was einen schädigenden Effekt auf die Sämlinge haben kann und möglicherweise den Wuchs von Pflanzen verkrüppeln kann. Andere Nanopartikel in der Studie wie Silica zeigten keinen Effekt."

"Wir nehmen an, dass die Oberflächencharakteristik der Nanopartikel eine wichtige Rolle beim langsameren Wachstum spielte," so Watts. "Je kleiner der Partikel, desto größer ist die gesamte Oberfläche pro Einheit an Gewicht. Das könnte zu der Wuchs verlangsamenden Interaktion zwischen Samen und Nanopartikel beitragen. Die winzige Größe der Nanopartikel wird vielleicht geändert, indem die Nanopartikel sich vereinigen oder zusammenklumpen."

Aber was immer noch nicht verstanden werde, meint Watts, sei die Art der Interaktion zwischen Nanopartikel und Wurzel. Nanopartikel könnten durch Auspuffe, Schornsteine und Rauchschächte in die Luft gelangen. Die Partikel könnten sich auch mit Regenwasser und Schnee vermischen und so langsam in das Erdreich gelangen. Aber es sei schwierig, die Ergebnisse einer Laborarbeit zu nehmen und daraus Rückschlüsse für die reale Welt zu ziehen. "Aber wir spekulieren, dass Luftablagerungen von Nanopartikeln oder Wassertransport sind die Möglichkeiten, durch die Nanopartikel mit Pflanzen in Berührung kommen", resümiert Watts.

COMPAMED.de; Source: New Jersey Institute of Technology