Foto: Nanodraht
Der Nanogenerator wurde im Tier-
versuch getestet;© Meek/gatech.edu

Dem Team um Professor Zhong Lin Wang gelang es erstmals, Ratten im Experiment piezoelektrische Nanodrähte zu implantieren. Sie bestehen aus Zinkoxid und sind in ein bewegliches Polymer eingebettet, um sie vor Körperflüssigkeiten zu schützen. Durch den Herzschlag oder Atembewegungen werden sie, durch hervorgerufene kleinste Verformungen, zum Generator. Wang: „Unser langfristiges Ziel ist es, Nanogeräte für den medizinischen Bereich zu entwickeln, die sich selbst mit Strom versorgen.“

Zwar ist die derzeit erzeugte Strommenge noch nicht ausreichend – mit einem Nanodraht am Rattenherz wurden 30 Picoampere bei drei Millivolt erreicht, allein für die Blutdrucküberwachung würde ein Mikrowatt benötigt –, doch die Forscher geben nicht auf. Immerhin konnte bereits ein Generator entwickelt werden, der mit hundert Drähten stolze 0,12 Mikrowatt liefert. Dieser ist bislang jedoch noch nicht im Tierversuch erforscht.

Auch andere Forscher, die am gleichen Thema aber mit zum Teil anderen Materialien arbeiten, zeigen sich vom Forschungsergebnis Wangs beeindruckt.

COMPAMED.de; Quelle: Georgia Institute of Technology