Der mit Nanopartikeln überzogene Verband entdeckt gefährliche Bakterien in einer Wunde und reagiert mit einer Verfärbung sowie durch die Absonderung von Antibiotika. Durch den Farbwechsel soll das Pflegepersonal darauf aufmerksam gemacht werden, dass sich unter dem Verband eine Entzündung entwickelt hat.

Der Auslöser solcher Entzündungen sind schädliche Bakterien, die Giftstoffen produzieren und damit die Zellen angreifen beziehungsweise die Zellmembran zerstören. „Freundliche“ Bakterien, die den Körper in seinen Funktionen unterstützen, verfügen über keine derartigen Toxine. Dieser Unterschied ist die grundlegende Idee hinter den neuen Verbänden.

Die Verbände selbst sind mit Nanokapseln bestückt, die ein Antibiotikum und Farbstoff enthalten und auf das schädliche Toxin der Bakterien reagieren, indem sie aufbrechen.
Jenkins: „Das heißt, das Antibiotikum tritt nur bei Bedarf aus, wodurch das Risiko einer Entwicklung neuer, antibiotikaresistenter Bakterien wie zum Beispiel MRSA verringert wird.“

Doktor Amber Young vom South West UK Paediatric Burn Centre führt weiter aus: „Wir sind wirklich sehr aufgeregt, was das Projekt angeht – jeden Tag sehen wir junge Kinder, die aufgrund von Verbrennungen sehr krank sind. Und gerade sie würden von den Ergebnissen dieses Projektes immens profitieren. Viele Menschen realisieren nicht, das selbst die Verbrennung durch eine Tasse Tee tödlich enden kann, wenn es zu einer Infektion kommt.“

Die Wissenschaftler konnten bereits Test mit Verbänden durchführen, die mit Nanokapseln beschichtet waren – sie reagierten erfolgreich auf die schädlichen Bakterien.


COMPAMED.de; Quelle: University of Bath