Nano-Schicht schützt vor UV-Strahlung

Höhere Dosen der im direkten Sonnenlicht enthaltenen UV-Strahlung sind nachweislich krebserregend. Viele Menschen wollen sich aber im Sommer länger in der Sonne aufhalten, als für ihre Haut gut ist. Andere müssen im Freien arbeiten und können wegen der vorgegebenen Arbeitszeit ihre Aufenthaltsdauer nicht frei wählen. Den besten Schutz bieten dann leichte Sommertextilien, die mit einer UV-absorbierenden Substanz permanent ausgerüstet sind.

Mit Unterstützung der AiF haben Forscher der Hohensteiner Institute, des Sächsischen Textilforschungsinstituts in Chemnitz und des Deutschen Textilforschungszentrums Nord-West in Krefeld in die UV-absorbierenden Nanoschichten Pigmente aus Titandioxid als UV-Absorber implementiert. Die geringe Größe der Pigmentpartikel von rund 20 Nanometern sorgt für ein großes Absorptionspotenzial bei gleichzeitig geringer Lichtstreuung, so dass die Partikelschicht transparent und der Sonnenschutz unsichtbar ist.

Die permanente Haftung der Nanopigmente wird durch ihre Einbettung in einen ultradünnen Polymerfilm oder in organisch modifizierte Keramikschichten gewährleistet. Neben dem Schutz der Haut vor UV-Strahlung bietet die neue Technologie auch Schutz vor dem Ausbleichen und Vergilben von Textilien.

Sowohl die Ausrüstung von Textilien mit Weichmachern, optischen Aufhellern und ihre Hydrophobierung als auch die wiederholte Wäsche (mehr als 90 Waschzyklen) der Textilien beeinflussen die Beschichtung kaum. Von den Ergebnissen profitieren in erster Linie die kleinen und mittleren Unternehmen aus dem Kreis der Textilhilfsmittelhersteller und Textilveredler, die sich damit national und international einen neuen Markt erschließen können.

COMPAMED.de; Quelle: Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V. (AiF)