Mobiler Schlaf-Apnoe-Monitor

Zusätzlich wird über Beschleunigungssensoren die Schlafposition des Probanden registriert. So können Zusammenhänge zwischen der Häufigkeit der Atemaussetzer und der Schlafposition
erkannt werden.

Als Sensor zur Erfassung der Atmung dienen temperaturabhängige Widerstände, welche vor der Nase und dem Mund positioniert werden. Beim Aus- und Einatmen werden so Temperaturschwankungen registriert und vom Gerät ausgewertet. Mithilfe der Beschleunigungssensoren können die verschiedenen Positionen während des Schlafens „Rücken“, „Bauch“, „Seitlich“ und die Position „Stehen“ erkannt werden.

Das Gerät kann in zwei Modi betrieben werden: Zum einen kann es versorgt mit einer Batterie mobil betrieben werden. Dabei werden die Daten der Atem- und Positionsmessung auf einer MMC/SD-Karte gespeichert. Diese Daten können später im PC ausgewertet werden. Zum anderen kann das Gerät direkt am PC betrieben werden. Dabei ist es über eine USB-Schnittstelle mit dem Computer verbunden und die Daten werden auf der Festplatte gespeichert.

Die Auswertung ist in MS Excel realisiert. Hier lassen sich die aufgenommenen Daten graphisch darstellen und so Häufigkeit und Dauer der Apnoen registrieren beziehungsweise Zusammenhänge mit der Schlafposition erkennen.

In Deutschland leiden etwa 1 bis 2 Prozent der Frauen und 2 bis 4 Prozent der Männer im mittleren Lebensalter unter dem Schlaf-Apnoe-Syndrom. Bei den Betroffenen kommt es zu häufigen und länger als zehn Sekunden andauernden Atemstillständen (Apnoen) während des Schlafens. Die Atemstillstandsphasen treten in schweren Fällen bis zu zwanzigmal und mehr in der Stunde auf. Durch die Atempausen sinkt der Sauerstoffgehalt im Blut. Dies führt zu einer Mangelversorgung des Gewebes und wird im Gehirn des Schlafenden registriert. Eine kurzfristige Weckreaktion (Arousalreaktion) des Körpers lässt die Atmung wieder einsetzen. Die Arousalreaktion ist lebenswichtig und bewahrt vor dem Ersticken. Durch die Arousalreaktion wird aber der Schlaf selbst gestört, da ein Übergang von einem tiefen Schlafstadium in einen nur oberflächlichen Schlaf stattfindet. Im weiteren Krankheitsverlauf häuft sich nicht nur die Anzahl sondern auch die Zeitdauer der Phasen. Aus einem chronischen, unbehandelten Schlaf-Apnoe-Syndrom entwickeln sich regelmäßig Bluthochdruck, Herzinsuffizienz (verminderte Herzleistung), Herzrhythmusstörungen und die verstärkte Neigung zu Herzinfarkt und Schlaganfall.

COMPAMED.de; Quelle: Hochschule Mannheim