Mini-Werkzeuge für universal einsetzbare Maxi-Lösungen

"microLS" (Mikro-Lasersintern) ist das Ergebnis eines fünfjährigen EU- Forschungsprojektes mit Partnern aus sechs europäischen Ländern. Ziel des Projekts war es ein Lasersinter-System mit einer Auflösung von weniger als 50 µm zu entwickeln. Erreicht wurden Detailauflösungen im Bereich von 20-40 µm.

Besonders Industrien aus den Elektronik-, Automobilbau-, Medizintechnik-, IT- und Mikromechanikbranchen profitieren vom Mikro-Lasersintersystem. 2006 sollen die ersten Maschinen für das Laser-Mikrosintern auf den Markt kommen. Damit können Werkzeuge und Bauteile schätzungsweise viermal schneller als mit konventionellen Verfahren hergestellt werden.

Die neue Technologie wird für die Herstellung von Metallbauteilen (< 2 cm3), Werkzeugen oder Formeinsätzen verwendet. So konnte mit einem Maschinenprototyp Werkzeuge aus Eisen-Kupferlegierungen für das Kunststoffeinspritzverfahren mit einer Größe von 524 x 14 µm hergestellt und erfolgreich getestet werden.
Aber auch Funktionsbauteile aus Metall-Keramik-Werkstoffen können hergestellt werden. Daneben ist das microLS-Verfahren beim Rapid- Prototyping und zum Rapid-Manufacturing von Mikrobauteilen einsetzbar.

Als Resultat der guten Projektergebnisse wurde eine Spin-off-Firma, die "microLS GmbH", unter Mitwirkung des LZH und Projektpartner MBN (Italien), mit Sitz in Deutschland gegründet. Bei der Entwicklung des Laserintern-System war es wichtig, die Fortschritte in der Lasertechnologie, die Nanopulvereigen-schaften, die Laser-Material- Interaktion, die Schmelz- und Aushärteverhalten sowie die Wirkung der Schutzatmosphäre beim Lasersintern usw. zu kennen und zu beherrschen.

COMPAMED.de; Quelle: Laser Zentrum Hannover e.V.