Mikro-, Nano- und Materialindustrie reagieren konstruktiv

Dies ergab eine Befragung, die IVAM Research im Februar unter 2.300 europäischen Unternehmen und Instituten aus den Bereichen Mikrotechnik, Nanotechnik und neue Materialien durchgeführt hat.

Weitere Maßnahmen, die die überwiegend mittelständischen Unternehmen gegen die Krise ergreifen wollen, sind verstärktes Marketing, die Erschließung neuer Absatzregionen und die Investition in Innovationen.

Um Sparmaßnahmen kommen die Firmen, deren wichtigster Absatzmarkt die Medizintechnik ist, jedoch nicht herum. So wollen fast 35 Prozent der Unternehmen als Reaktion auf die Krise bei den Personalkosten sparen und 14 Prozent die Investitionen für Forschung und Entwicklung zurückfahren.

Fast die Hälfte (47 Prozent) der befragten Hightech-Unternehmen war im Jahr 2008 von der Krise betroffen, in den meisten Fällen durch Auftragsrückgänge (78,4 Prozent) und sinkenden Absatz (63,6 Prozent).

Auf den Exportanteil der europäischen Mikro-, Nano- und Materialindustrie hat sich die weltweite Wirtschaftskrise im Jahr 2008 nicht spürbar ausgewirkt - dieser blieb im Vergleich zu den Vorjahren weitgehend stabil. Insgesamt haben 2008 fast 50 Prozent der mittelständischen Unternehmen mehr als die Hälfte des Umsatzes mit Export erzielt. Die USA bleiben dabei Exportland Nummer eins der europäischen Industrie. Die Gesamtumsätze sind im Jahr 2008 bei der Hälfte der Unternehmen gestiegen, knapp 20 Prozent meldeten jedoch einen Umsatzrückgang.

Von Mikrosystemen für erneuerbare Energien, wie zum Beispiel Photovoltaik, versprechen sich die europäischen Mikro-, Nano- und Materialunternehmen in naher Zukunft gute Geschäfte.

COMPAMED.de; Quelle: IVAM-Research