MEDICA und COMPAMED 2013 im Gleichschritt mit dem Markt: Internationalität gewinnt noch weiter an Bedeutung

(Quelle: Messe Düsseldorf)

Länderübergreifend gute Geschäftskontakte werden für die Hersteller von Medizintechnik und Medizinprodukten immer wichtiger. Denn nur wer international gut aufgestellt ist, kann Schwächen einzelner Märkte kompensieren und langfristig vom global betrachtet wachsenden Markt profitieren. Das ist eine zentrale Botschaft, die sich nach den vier Veranstaltungstagen aus der weltgrößten Medizinmesse MEDICA 2013 (20. – 23.11.2013) sowie der führenden Fachmesse für den Zuliefermarkt der medizintechnischen Fertigung, der COMPAMED 2013 (20. – 22.11.2013) ziehen lässt. Mehr als die Hälfte der gut 132.000 Fachbesucher (Vorjahr: 130.600) waren internationale Besucher, die aus mehr als 120 Nationen anreisten. Sie informierten sich bei den 4.641 Ausstellern aus 66 Nationen über die gesamte Bandbreite an Neuheiten für eine gute und effiziente medizinische Versorgung – von Medizintechnik und Elektromedizin, Labortechnik, Physiotherapieprodukten und Orthopädietechnik bis hin zu Health IT.

„Gerade aus den für die Medizintechnik-Industrie besonders interessanten Schwellenländern wie etwa dem asiatischen Raum, aus Indien, aus Russland oder auch aus Südamerika und China beobachten wir in den letzten Jahren ein immer stärkeres Besucherinteresse“, sieht Joachim Schäfer, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf, die MEDICA mit ihrem konkurrenzlos hohen Internationalitätsgrad als führende Plattform für das weltweite „MedTech“-Business bestens positioniert. Seine Einschätzung entspricht der der führenden deutschen Industrieverbände SPECTARIS, ZVEI und BVMed, die in ihren aktuellen Marktaussichten zur MEDICA 2013 auf die Bedeutung des Exports verwiesen. Demnach erwirtschafte die Medizintechnik-Industrie hierzulande mittlerweile 68 Prozent ihres aktuellen Jahresumsatzes von knapp 23 Milliarden Euro über internationale Geschäfte. „Die Exportquote ist nicht nur hoch. Es ist auch fast ausschließlich das Auslandsgeschäft, von dem Wachstumsimpulse ausgehen. Der deutsche Markt ist dagegen hart umkämpft, nicht zuletzt von vielen internationalen Playern“, erklärt Dr. Tobias Weiler, Geschäftsführer von SPECTARIS.

Praktikables für alle – Spezialwissen für die Fachszenen

Um der in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegenen Zahl der internationalen Besucher nicht nur mit dem Fachmesse-, sondern auch dem Tagungsangebot gerecht zu werden, wurde das bisherige Kongressprogramm zur MEDICA 2013 komplett überarbeitet. Die neu konzipierte MEDICA EDUCATION CONFERENCE fand an allen Veranstaltungstagen eine gute Teilnehmerresonanz. Kurse für die ärztliche Fortbildung zu allgemeinmedizinischen Themen oder auch Praxiskurse am Gerät waren mit nationaler und europäischer CME-Zertifizierung als unverzichtbare Basis ebenso Konferenzbestandteil wie wissenschaftlich anspruchsvolle und mit hochkarätigen Rednern besetzte Seminare zu Fokusthemen. Diese Vorträge waren bilingual (deutsch-englisch) ausgelegt und vermittelten aktuelle Aspekte zu Gendermedizin, Infektiologie, Hygiene und personalisierte Medizin.

Ebenfalls an internationales Publikum richteten sich in diesem Jahr, jeweils englischsprachig, die Katastrophen- und Wehrmedizinkonferenz DiMiMED sowie die MEDICA MEDICINE + SPORTS CONFERENCE für die speziellen Belange der Sportmedizin. Beide Konferenzen waren anlässlich ihrer Premieren top besucht und realisierten inhaltlich eine enge Verzahnung von medizinischer Wissensvermittlung einerseits und der Vorstellung relevanter Produktneuheiten (von MEDICA-Ausstellern) andererseits. Anzuführen sind etwa Applikationen zur körpernahen Erfassung von Vitaldaten, „Anti-Schwerkraft“-Laufbänder für schonendes Rehabilitationstraining oder auch, insbesondere für die Katastrophen- und Wehrmedizin interessant, mobile Systeme für die medizinische Bildgebung sowie Notfall-Equipment für die Erstversorgung am Einsatzort.

Die künftigen Herausforderungen der Krankenhauspolitik nahm unter dem Generalthema „Fair finanziert – Krankenhäuser brauchen Zukunft“ der 36. Deutsche Krankenhaustag in den Fokus. Neben der politischen Diskussion bildeten die Herausforderungen an das Pflegemanagement durch die alternde Bevölkerung, die Krankenhausplanung oder die ambulante spezialfachärztliche Versorgung weitere Schwerpunkte. Erfreulich war der Zuspruch der bereits zum zweiten Mal integrierten European Hospital Conference, bei der die internationalen Besucher u. a. die Umsetzung der Patientenrechte in der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung erörterten. Krankenhaustag und European Hospital Conference zählten knapp 1.900 Teilnehmer.

In Bezug auf die von Ausstellern im Rahmen der MEDICA präsentierten Neuheiten liegen insbesondere kompakte Telemedizin- Applikationen für das Patientenmonitoring im Trend sowie kompakte Geräte zur Messung verschiedenster Körperparameter. Die Auswertung kann mit entsprechenden Health-Apps besonders einfach sogar mittels Smartphones oder Tablet-PC vorgenommen werden. Zahlreich waren auch die Innovationen für die medizinische Bildgebung, vorrangig Ultraschall.

In Verbindung mit der MEDICA fand die COMPAMED statt, internationale Fachmesse für den Zuliefermarkt der medizinischen Fertigung. 681 Aussteller aus 37 Nationen bedeuteten einen neuen Top-Wert in der Veranstaltungshistorie. Sie präsentierten den fast 17.000 Besuchern eine Fülle an Technologie- und Service-Lösungen für den Einsatz in der „MedTech“-Industrie – von neuen Materialien, Komponenten, Vorprodukten, Verpackungen und Dienstleistungen bis hin zu komplexer Mikrosystemtechnik und Nanotechnologie.

Termin der nächsten MEDICA in Düsseldorf:
12. - 15.11.2014

Termin der nächsten COMPAMED in Düsseldorf:
12. – 14.11.2014

Informationen im Internet unter: http://www.medica.de und http://www.compamed.de.

Messe Düsseldorf GmbH

Düsseldorf, 23. November 2013