Licht im Kampf gegen Krebs vielversprechend

Das bedeutet, dass die Behandlung sehr gezielt erfolgen kann und es zu keiner Schädigung des umliegenden Gewebes kommt. Doktor Laura McCallum von Cancer Research in Großbritannien argumentiert, dass es für eine genaue Beurteilung noch zu früh ist. Vor allem aber sei zu bedenken, dass diese Experimente an Mäusen durchgeführt wurden. Derzeit beruht die Behandlung von Krebs auf drei Kategorien: Bestrahlung, chirurgische Entfernung und die Behandlung mit Medikamenten, die die bösartigen Zellen abtöten sollen.

Alle drei Behandlungsansätze haben Nebenwirkungen. Und Forscher versuchen seit geraumer Zeit, gezielter einsetzbare Therapiemöglichkeiten zu finden. Für die aktuelle Studie wurde ein Antikörper eingesetzt, der auf Proteine an der Oberfläche von Krebszellen abzielt. In einem nächsten Schritt versahen sie den Antikörper mit der Chemikalie IR700. Diese wird durch infrarotes Licht aus der Nähe aktiviert. Diese Art von Licht kann mehrere Zentimeter unter die Hautoberfläche eindringen.

Um die Wirksamkeit dieses Ansatzes zu testen, implantierten die Wissenschaftler Tumore, Plattenepithelkarzinome, in den Rücken von Mäusen. Sie erhielten das Medikament und wurden dann infrarotem Licht ausgesetzt. Der Umfang der Tumore verringerte sich in der Folge im Vergleich mit unbehandelten Tieren signifikant und diese Mäuse lebten auch deutlich länger.

"Diese selektive Abtötung verringert die Schädigung normaler Zellen", so McCallum. Die Autoren der Studie sind vor diesem Hintergrund optimistisch, dass dieser Behandlungsansatz zur Bekämpfung von Krebs wirklich wirksam sein kann. Eine Toxizität konnte nicht nachgewiesen werden. Vor dem klinischen Einsatz ist jedoch eine Überprüfung der Sicherheit laut den Wissenschaftlern unbedingt erforderlich.

COMPAMED.de; Quelle: National Cancer Institute