Leberoperationen werden sicherer


Wenn ein Patient an einem Lebertumor erkrankt, dann hilft eine Operation. Eine lebensbedrohliche Komplikation eines solchen Eingriffs ist mmer noch das Versagen dieses komplexen Organs. "Es war bis jetzt nur schwer möglich die Enzymleistung der Leber zu messen, die bei einer Schädigung vermindert sein kann", sagt Doktor Martin Stockmann von der Klinik für Allgemein-, Visceral- und Transplantationschirurgie am Campus Virchow-Klinikum. "Ein mögliches Leberversagen nach einem chirurgischen Eingriff kann durch die exakte Messung mit dem LiMAx-Test schon vor der Operation erkannt werden", so Stockmann weiter.

Die Forscher untersuchten im Rahmen einer Studie 64 Patienten vor und nach einer großen Leberoperation mit dem LiMAx-Test. Sie erhielten bei der Messung ein eigens für diesen Test entwickeltes Mittel, das in der Leber verarbeitet wird. Das Abbauprodukt wurde dann in der Ausatemluft gemessen. Zusätzlich wurden die Patienten mit anderen bekannten Leberfunktionstests untersucht. "Es zeigte sich, dass nur der LiMAx- Test in Kombination mit einer Volumenberechnung der Leber in der Lage ist, das Ergebnis der Operation vorherzusagen", erklärt Stockmann.

Eine exakte Leberfunktionsmessung vor dem geplanten Eingriff kommt allen Patienten zugute, aber insbesondere Personen mit vorgeschädigter Leber oder einem großen Tumor profitieren davon. Je nach Ergebnis des LiMAx-Tests können auch verschiedene Therapiealternativen eingesetzt werden, so beispielsweise bei zu kleiner Leber die eine sogenannte Pfortaderembolisation, die eine größere Leberentfernung erlauben kann, oder andere interventionelle Verfahren wie die innere Bestrahlungstherapie. Das Risiko eines späteren Leberversagens wird dadurch verhindert.

COMPAMED.de; Quelle: Charité-Universitätsmedizin Berlin