Die drei Geräte sollen an den Universitätskliniken von München, Essen und Leipzig in Betrieb gehen. Die damit geförderte MR-PET-Technik gilt bei der Früherkennung von Tumoren oder Herz- und Kreislauferkrankungen, aber auch in der Hirnforschung als Hybridtechnik mit besonders hohem Erkenntnis- und Anwendungspotenzial.

Die erstmalige Kombination beider Verfahren in einem Gerät macht es möglich, die Struktur und physiologische Beschaffenheit von Organen, Tumoren oder Gefäßwänden sowie deren molekulare Eigenschaften und Stoffwechselfunktionen gleichzeitig darzustellen. Auf diese Weise sollen Krankheiten wie Herzinfarkt oder Krebs, Alzheimer oder Parkinson leichter und genauer identifiziert und ihr Verlauf besser beobachtet werden.

Auch die Qualität der PET-Bilder wird nach Ansicht von Experten durch das Hybridgerät deutlich verbessert. Zudem reduziert der zeitgleiche Einsatz die Behandlungsdauer und verursacht weniger Strahlenbelastung. So kann MR-PET nicht nur öfter eingesetzt werden, sondern kommt auch für junge Patienten in Frage, bei denen sich eine hohe Strahlenbelastung im Wachstumsalter verbietet.

Durch die DFG-Initiative sollen auch Ganzkörperscanner getestet werden, die auch für den klinischen Alltag relevant werden können. Dabei geht es vorrangig darum, den Nutzen und die Möglichkeiten der neuartigen MR-PET-Technologie auszuloten. Dazu soll der High-Tech-Scanner im Zuge der Erprobung seiner klinischen Einsatzmöglichkeiten immer weiterentwickelt werden.

Für die effektive synchrone Nutzung beider Technologien in einem Gerät braucht es eine neue PET-Technologie, die gerade erst entwickelt wird. Für das gute Zusammenspiel des MR- und des PET-Teils werden die ersten Anwender noch erhebliche Pionierarbeit leisten müssen.

COMPAMED.de; Quelle: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)