17.09.2015

Bürkert GmbH & Co. KG Fluid Control Systems

Kompromisslos in allen Disziplinen der Laboranalyse

Wippenventil Typ 6724

Prinzipiell unterscheiden sich die Anforderungen an Fluidregelungen im kleinen Raum nicht von größeren Ausführungen: hohe chemische Beständigkeit, exzellente Spülbarkeit, Schaltgeschwindigkeit, Lebensdauer, Dichtheit und Leitungsaufnahme sind die vielfältigen Merkmale, auf die es ankommt. Auf der kommenden Fachmesse COMPAMED präsentiert Bürkert ein einmaliges mediengetrenntes Wippenventil Typ 6724, das die Leistungen marktüblicher Mikroventile weit übertrifft. Mit einer Schaltzeit von 3 ms, einer überdurchschnittlichen Lebensdauer von bis zu 30 Millionen Schaltzyklen und einer Leitungsaufnahme von 1 W eignet sich das Mikroventil ideal für den Labor- und Medizinbereich. Das neue 2/2 und 3/2-Wegeventil Typ 6724 ist Teil der im letzten Jahr vorgestellten WhisperValve-Baureihe von Bürkert, die Durchflüsse besonders leise schaltet.


Lärm kann zur Belastung werden. Insbesondere dann, wenn er an Orten auftritt, die Ruhe verlangen wie beispielsweise im medizinischen Umfeld oder im Labor. Die WhisperValve-Baureihe reagiert mit einem neu konzipierten Antrieb, bei dem der typische Metall-Metall-Anschlag eines Magnetventils entfällt. Weniger als 30 dB sind vom neuen Antriebskonzept zu hören, dass beispielsweise in der In-Vitro-Diagnostik oder im Analysebereich Patienten und Mitarbeiter entlastet. Wem das noch zu laut ist, lässt sich das Ventil mit einer einfachen elektronischen Schaltung ergänzen, die das Ventil mit einem Schaltgeräusch kleiner 20 dB nahezu geräuschlos macht. Neben einem fast lautlosen Schalten profitieren Anwender auch vom geringen Gewicht der Baureihe. Mit einem kompakten Design von 8,9 mm Baubreite und 1,2 mm Nennweite sind Anwendungen auf Dosierarmen, Pippetierarmen oder Dosierrobotern möglich, ohne die fluidische Leistung zu reduzieren.


Einmalig mediengetrenntes Wippenventil


Neben der geringen Lautstärke setzt das neue Ventil dort an, wo andere aufhören. Das wird bei der Aufnahme der elektrischen Leistung besonders deutlich. Im Dauerbetrieb benötigt das Ventil eine maximale Leistungsaufnahme von 1 W. Ein Wert, der beim Wettbewerb mit vergleichbaren fluidischen Leistungsdaten bei 3,3 W liegt und nach dem Schaltvorgang mit zusätzlicher Leistungsreduzierungselektronik auf 1 W abgesenkt wird. Während bei anderen Geräten im Prozessablauf Einschalt- und Wartezeiten berücksichtigt werden müssen, sind dank eines sparsamen Antriebs und einer Einschaltdauer von 100 % mit dem Typ 6724 mehr Analysen pro Stunde möglich. Schnellere Schaltzeiten bedeuten in der Microfluidik höhere Dosiergenauigkeiten. Dank eines neuen Antriebsprinzips sind Betätigungszeiten von kleiner 3 ms möglich. Bei marktüblichen mediengetrennten Ventilen liegt dieser bei 15 bis 25 ms. Mit dieser außergewöhnlichen Performance können die Dosiermengen reduziert und die Genauigkeit erhöht werden. Mit einem maximalen Betriebsdruck von 3 bar zeigt sich eine weitere Besonderheit des Analyseventils, da diese üblicherweise bei 2 bar liegt.


Je kleiner die Bauteile, und das gilt nicht nur für die Analyse- und Dosiertechnik, desto leichter lässt sich die Technik an den Point-of-Use oder im Falle der Medizintechnik an den Point-of-Care heranbringen. Mögliche Anwendungsbeispiele des mediengetrennten Mikroventils liegen in den Bereichen der klinischen Chemie, Hämatologie, Immunologie, Urinuntersuchungen, Dialyse, Beatmungsgeräte und innerhalb von Dosiersystemen für Arzneimittel. In der 3-Wege-Ausführung ist es ideal für den Einsatz mit Spritzenpumpen. Aber auch für Industrieanwendungen wie Tintenstrahldruckern ist das Ventil geeignet. Dank des modularen Aufbaus und der möglichen Werkstoffvarianten für das Gehäuse (PEEK und PPS) sowie für die Membran (FFKM, EPDM und FKM) ist das Mikroventil für praktisch alle Flüssigkeiten und Gase, ob neutral oder aggressiv, in den Bereichen Life Sciences und industrieller Anwendungen einsetzbar.


Von Komponenten bis Systemlösungen


Mikrofluidik ist ein Schlagwort, das sich in fast 25 Jahren von einer Idee fortlaufend weiterentwickelt hat. Sowohl Prozesse großer Analyseautomaten, Drucker, Getränkeabfüllmaschinen als auch die Labortechnik profitieren von den zunehmend herunterskalierten Anwendungen. Bürkert bündelt sein Know-how in der Handhabung von Flüssigkeiten und Gasen auf kleinstem Raum im Segment Micro, das Kunden individuelle Lösungen für Durchflussmengen von einem Bruchteil eines Mikroliters bis zu mehreren Litern pro Minute anbietet. Durch eine Verbindung von Dosiergenauigkeit, Lebensdauer, Medientrennung und Schaltgeschwindigkeit wird die neue WhisperValve-Baureihe, die sukzessiv erweitert wird, dieser Anforderung mehr als gerecht.


Bürkert stellt auf der COMPAMED 2015 aus: Halle 8b, Stand 8bH07