Kein Schrott zuviel vom Stahlprofil

Die Fraunhofer-Institute für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI und für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS haben eine Software zur Längenoptimierung beim Zuschnitt von Stahlprofilen entwickelt. Durch die bestmögliche Vermeidung von Schrott können erhebliche Mengen an teurem Material eingespart werden. Die innovative Software nutzt speziell für dieses Problem entwickelte Algorithmen.

Firmen vermögen durch die Fraunhofer-Software die Produktionskosten senken, ohne die Produkt- oder Servicequalität zu beeinträchtigen. Besondere Beachtung verdient dabei der Aspekt steigender Rohstoffpreise. Durch die Optimierung des Materialverbrauchs könne die nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit der gestärkt werden.

"Die Materialeinsparung ist ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz. Knappe Bodenschätze werden geschont und bei Gewinnung, Transport, Verarbeitung, Entsorgung und Recycling des Materials lässt sich enorm viel Energie sparen", sagt Prof. Dr. Ulrich Trottenberg, Leiter des Fraunhofer SCAI.

Zur Entwicklung der Software hatten die Forscher am Fraunhofer SCAI ein kniffliges Problem zu lösen: "Ein Mensch kann die Millionen von Möglichkeiten für die Wahl der Ausgangslängen nur schwer überschauen und Standardsoftware scheitert an der Komplexität des Problems", sagt Lydia Franck, Wissenschaftlerin in der Abteilung Optimierung des Instituts. Die Lösung brachten intelligente Optimierungsalgorithmen, mehrere Varianten zur Auswahl der Ausgangslängen der Stahlprofile vorschlagen. Auf deren Grundlage müssen sie einen Kompromiss zwischen der Vermeidung von Schrott und der Vermeidung organisatorischen Aufwands und der damit verbundenen Mehrkosten finden.

COMPAMED.de; Quelle: Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI