Keimfrei mit silberhaltigen Textilien


Ein einfaches Desinfektionsverfahren, das am Institut für Textil- und Bekleidungstechnik der TU Dresden erforscht wird, soll eine Besiedlung mit Legionellen-Bakterien künftig wirkungsvoll unterbinden. Die Wissenschaftler nutzen dafür die seit alters her bekannte mikrobizide Wirkung von reinem Silber.

Ein je nach Anwendung bis zu sechs Zentimeter dickes silberhaltiges Textilgewirk soll an die Innenwände von Rohr-, Behälter- oder Tanksystemen angebracht werden und kann die Ansiedlung und Vermehrung von Legionellen in wasserhaltigen Systemen signifikant reduzieren.

In ersten Tests, die bis zu einem Jahr dauerten, konnten die Dresdner Wissenschaftler keinerlei Verringerung der mikrobiziden Wirkung der Silberfäden feststellen. Der Leiter des Forschungsprojekts, Professor Hartmut Rödel, geht deshalb davon aus, dass die neue Methode, Wasserreservoirs zuverlässig auf Jahre hinaus vor Bakterienbefall schützen kann.

Den Ausgangspunkt der Forschungen bildete vor zwei Jahren die Frage, wie man in selten genutzten Wasserleitungen (etwa in Hotels) möglichen Legionellenbefall wirksam verhindern könnte. Seitdem wurde eine Anzahl neuer Anwendungsfälle erforscht. So hilft der neue Stoff beispielsweise bei der Desinfektion von Warmwassertanks in südlichen Ländern.

COMPAMED.de; Source: Technische Universität Dresden